Mitteilungen

  • Dicionário Hannah Arendt

    2022-02-22

    organização Adriano Correia, Antonio Glauton Varela Rocha, Maria Cristina Müller, Odilio Alves Aguiar

    Páginas: 452, Almedina, São Paulo 2022

    R$ 97,30

    Hannah Arendt é uma das mais célebres e influentes pensadoras do século XX, e sua obra se mostra essencial e atual na compreensão de fenômenos políticos. Dizia Arendt: 'quero compreender, e quando outros compreendem da mesma forma que eu compreendi, isto me dá um sentimento de satisfação, como uma sensação de estar em casa'. O Dicionário Hannah Arendt volta-se justamente à compreensão profunda da obra da autora. Através de 51 verbetes redigidos por pesquisadores versados nos estudos de seu trabalho, esclarece uma grande variedade de conceitos com as quais o leitor certamente se depara nas discussões políticas do século XXI, como a liberdade, o totalitarismo, alienação, poder e revolução. Sendo estes alguns dos principais temas abordados na obra de Arendt, os verbetes propiciam ao leitor um aprofundamento de sua leitura e maior compreensão de escritos que inspiram reflexões significativas ainda hoje.

     

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  • Die Banalität der "Hannah-Arendt-Akademie der Denker" / The Banality of the "Hannah Arendt Academy of Thinkers"

    2021-11-17

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    Stellungnahme der Redaktion

    Der neu gegründete Verein Hannah-Arendt-Akademie der Denker wirbt seit einigen Wochen im Internet um Bewerbungen auf ein Studium Generale. Adressaten sind junge Menschen an der Schwelle zur höheren Bildung, mit Hochschulreife aber ohne Immatrikulation. Ihnen wird im Wintersemester eine Reihe von Online-Wochenendseminaren in verschiedenen Fächern angeboten. Für eine Anmeldungsgebühr von 150€, bei regelmäßiger Teilnahme und erfolgreicher Seminarabschlussarbeit, bekommen die noch nicht Studierenden eine Teilnahmebestätigung „zur Vorlage bei Bewerbungen“, so verkündet der Verein auf seiner Website. Was hier aber nicht verraten wird: Der Pool der Dozierenden ist dem neurechten Milieu zuzuordnen, einige sind bekannte AfD-Unterstützer:innen und Verschwörungstheoretiker:innen, die mit ihren Doktor- und Professorentiteln hausieren gehen. Flankiert wird die geschwätzige Werbung („Wer sich erst einmal umschauen möchte, was die Welt im Innersten zusammenhält …“) von aus historischen und intellektuellen Kontexten herausgerissenen Zitaten von Arendt und anderen Philosoph:innen.

    Wir verurteilen zutiefst diese Initiative und raten allen angesprochenen jungen Menschen davon ab, ihre intellektuelle Energie, ihre Wissbegier, ihre Zeit und nicht zuletzt ihr Geld in diese Falle zu stecken. Wir sind entsetzt über die Instrumentalisierung des Arendtschen Denkens, die hier am Werk ist. Arendts bekannte Figur eines „Denkens ohne Geländer“ verweist gerade nicht auf ein Denken, das sich losgelöst von jeglicher erfahrbaren und kommunizierbaren Wirklichkeit oder von der überprüfbaren Tatsachenwahrheit bewegt. Es geht hingegen darum, dieser Wirklichkeit ins Gesicht zu sehen („facing up to“) und zu widerstehen („resisting of“), also Urteile zu fällen gerade in Zeiten, in denen der Kompass der tradierten und verbrieften, moralischen wie rechtlichen Kategoriensysteme verloren gegangen ist. Zeiten, in denen Egoismus als Freiheit verkauft wird, Menschenrechte als Privilegien gelten und die Verbreitung von Halbwahrheiten Meinungsfreiheit genannt wird. In solchen Zeiten ist es besonders geboten, von der menschlichen Urteilskraft entschiedener Gebrauch zu machen, Recht von Unrecht und Wahrheit von Meinung zu unterscheiden.

    Was hier angeboten wird ist keine Orientierung, keine Hilfe auf dem Weg in die universitäre Bildung und Karriere, was erlangt werden kann keine Freiheit, sondern es ist die Einübung in eine demokratiefeindliche Grundhaltung.

    Berlin, 17. November 2021

     

    The Banality of the Hannah Arendt Academy of Thinkers – Editorial Statement

    The newly founded association Hannah-Arendt-Akademie der Denker has been soliciting applications for a Studium Generale on the web for several weeks. The addressees are young people on the threshold of higher education who have a university entrance qualification but are not enrolled. They are offered a series of online weekend seminars on various topics during the winter semester. For a registration fee of €150, regular participation and a successful final seminar thesis, these aspiring students will receive a certificate confirming participation "for submission with job applications", so the association’s website announcement. What is not revealed here: The pool of lecturers belongs to the new-right milieu, some are known AfD supporters and conspiracy theorists peddling their doctoral and professorial titles. The garrulous advertisement ("Whoever wants to take a look around and see the core that holds the world together...") is flanked by quotations from Hannah Arendt and other philosophers, which have been ripped from their historical and intellectual contexts.

    We strongly condemn this initiative and advise all young people addressed not to fall into this trap and waste their intellectual energy, their inquisitiveness, their time, and not least their money. We are appalled by the exploitation of Arendt's thinking that is at work here. Arendt's well-known metaphor of "thinking without a banister" by no means refers to a thinking detached from a perceivable and conveyable reality or from truths that are both factual and verifiable. Quite the contrary, it is a matter of "facing up to" and the "resisting of" this reality. It means making judgments precisely when the traditional and codified compass of moral and legal category systems has been lost. At a time when egoism is sold as freedom, human rights are considered privileges and the spreading of half-truths is regarded as freedom of opinion, it is crucial to make more decisive use of the human capacity to judge, to distinguish right from wrong and truth from opinion.

    What is offered here is not orientation, not help on the road to university education and a career. What can be achieved here is not freedom, but the practice of an anti-democratic attitude.

     Berlin, Nov. 17, 2021

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  • HANNAH ARENDT TAGE HANNOVER 12.-16. Oktober 2021

    2021-10-08
    "Start Doing" – Unsere Verantwortung für dieZukunft

    "Die Themensetzung der 24. HANNAH ARENDT TAGE ist auch in diesem Jahr am Puls der Zeit. Unsere Verantwortung für eine nachhaltige Zukunft steht dabei im Mittelpunkt. Welches Handeln ist dafür im Arendtschen Sinne von jeder*m Einzelnen notwendig? Darüber wollen wir uns mit den Referent*innen und Gästen vor Ort und digital austauschen. Ich freue mich auf anregende Veranstaltungen und viele Teilnehmende", so Oberbürgermeister Belit Onay, zugleich Vorsitzender des Kuratoriums der HANNAH ARENDT TAGE (HAT). mehr

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  • Jill Lepore ist Hannah-Arendt-Preisträgerin für politisches Denken 2021

    2021-09-28

    Am Freitag, den 3. Dezember 2021 um 18 Uhr überreichen der Vorstand des "Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken e.V.", der Bremer Senat und die Heinrich-Böll-Stiftung den "Hannah Arendt-Preis für politisches Denken 2021" im Bremer Rathaus an die amerikanische Historikerin Jill Lepore.

     Jill Lepore | Photo Credit: Stephanie Mitchell/HarvarJill Lepore | Photo Credit: Stephanie Mitchell/Harvar

    Die Jury würdigt Jill Lepore als herausragende Wissenschaftlerin, die es vermag, die amerikanische Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven zu erzählen und zu beleuchten. Jill Lepore präsentiert die Geschichte der Vereinigten Staaten nicht einseitig als eine Geschichte mächtiger Regierungen, die zu jeweils verschiedenen Zeiten über die BürgerInnen herrschen, Kriege führen oder politische Ideen vertreten; sondern als eine Geschichte von Konflikten und Dynamiken zwischen diversen Gruppen und Fraktionen, z.B. den Engländern, anderen Kolonialmächten, den versklavten Menschen, Frauen, den verschiedenen ethnischen Gruppen der Siedler, politischen Eliten etc. pp. weiter

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  • Call for Papers Cosmopolitanism

    2021-07-26

    Der Kosmopolitismus erfreut sich derzeit, nach jahrzehntelangen durchaus kritischen Betrachtungen, einer gesteigerten Aufmerksamkeit und rangiert mittlerweile als veritable Gegenwehr gegen weltweite erstarkende Nationalismen verschiedener Couleur und selbstbewußt im Gewand des Bürgerlichen auftretende neuerliche Rechtsradikalismen und extreme fremdenfeindliche Positionen. Welche Gedanken von Hannah Arendt lassen sich in die neue Kosmopolitismus-Debatte einbringen?

    Vor allem im Spätwerk reflektiert Arendt im Anschluß an Kants wegweisende Überlegungen zu weltumspannenden Völkerbünden in seiner Schrift „Zum ewigen Frieden“ die Bedingungen und Möglichkeiten einer Weltbürgerlichkeit, denen der Königsberger Philosoph vorausschauend eine strikte Absage an jede Idee eines Weltstaates erteilt, weil ein solcher per se auf einen Totalitarismus hinauslaufen würde. Die angebotene und angemahnte Weltbürgerlichkeit scheint stattdessen Menschen in ihrer je eigenen Ganzheit als plurale aufzurufen. In besonderer Weise greift das Konzept des Weltbürgerlichen offenbar immer schon über das bloß konkret politisch Gegebene hinaus und ist doch darauf bezogen und teilweise immer wieder auch darauf angewiesen. Bei allem Zuspruch zum Gedanken der Weltbürgerlichkeit bei Arendt finden sich daher gleichzeitig über ihr Werk versprengt auch immer wieder kritische Reflexionen zu den Grenzen des Weltbürgerkonzepts.

    So könnte es gelten, Arendt im Kontext zu bedenken. Dies bezieht sich zum einen auf alle anderen, ebenfalls von ihr behandelten Elemente, die mit dem Kosmopolitismus in Verbindung stehen – wie etwa das ganze Panorama der Weltbegriffe von Welthaftig- bis Weltlosigkeit, die Verhältnisse von Bürger, Staat und Weltbürgertum, von Pluralität und Kosmopolitismus, von Migration, Fremdheit, Staatenlosigkeit und Weltbürgerlichkeit, Menschenwürde, Menschenrechten und Weltbürgertum oder das Verhältnis von Demokratie, souveränen Nationalstaaten, Globalisierung, Universalismus, Postkolonialismus und Kosmopolitismus. Und zum anderen betrifft es aber natürlich ebenso die Relation zu den Ansätzen ihrer eigenen Zeitgenossen oder in aktueller Perspektive die Frage nach Arendts Position im Verhältnis zu gegenwärtigen Ausführungen zur Thematik: Wie halten es etwa Simone Weil, Jaspers, Heidegger, Merleau-Ponty, Sartre, Simone de Beauvoir oder z.B. Balibar, Mbmebe, Benhabib, Zygmunt Baumann, Nathan Sznaider, Chantal Mouffe und andere mit dem Kosmopolitismus und welche Spur oder vielleicht sogar Signatur Arendts läßt sich finden?

    In einer Welt, die wir – ob der leibhaftig erfahrenen Probleme (Klimawandel, Ressourcenknappheit, Pandemien u.v.m., siehe auch die vorangegangene Ausgabe von HAnet „Natur und Politik“) – immer stärker als gemeinsam geteilte, aber daher nicht unbedingt gerecht aufgeteilte, wahrnehmen, bedarf es über das freundliche Bildungsideal eines polyglotten Bürgers hinaus der Revisionen und nachhaltigen Entwürfe dieses bis in die Antike zurückreichenden bestechenden philosophischen Gedankens des Weltbürgerlichen, auf den wir u.U. auch in einem arendtschen Sinne verstärkt zurückgreifen können, um gemeinsam miteinander zu leben.

    „Mein Urteil wird umso repräsentativer sein, je mehr Standpunkte anderer Leute ich mir in meinem Leben vergegenwärtige und also bei meinem Urteil berücksichtigen kann. Die Gültigkeit solcher Urteile wäre weder objektiv und universal, noch subjektiv, von individuellen Einfällen abhängig, sondern intersubjektiv oder repräsentativ.“ (Hannah Arendt: Über das Böse. S. 143.) Was bedeutet dies für den Kosmopolitismus?

    Dieser Aufruf lädt alle Interessierten herzlich dazu ein, Exposées zur Thematik bis zum 1.  Oktober 2021 (ca. 500 Wörter) einzureichen, anschließend nach Rücksprache vollständige Texte bis Dezember 2021.

    Kontakt: wheuer@zedat.fu-berlin.de

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  • Wir gratulieren

    2021-06-28

    Jerome Kohn (executor of the Hannah Arendt Bluecher Literary Trust),

    der am 28. Juni 2021 neunzig Jahre alt wird 

    Lieber Jerry, wir blicken zurück auf eine gemeinsame Zeit, die vor mehr als zwanzig Jahren begann. Damals, 1998, als erste Überlegungen zur Gründung eines Hannah Arendt Newsletter ausgetauscht wurden, schrieben Sie in einer Mail: „Personally, of course, I will do anything I can to be of help with the newsletter.“ Und Sie haben Wort gehalten! Wenn immer wir vom Newsletter, der ab 2013 als Internet-Organ Hannah Arendt.net. Zeitschrift für politisches Denken / Journal of Political Thought erscheint, ein Anliegen hatten, konnten wir uns mit Erfolg an Sie wenden – meist wegen Abdruckgenehmigungen für Dokumente aus Arendts veröffentlichtem und unveröffentlichtem Werk. Wir sind darüber hinaus stolz auf die Beiträge, die wir von Ihnen erhielten. Der erste stammt aus dem Jahr 1999. Es war die Rede „Hannah Arendt and the Political“, die Sie bei der Eröffnung des Hannah Arendt-Zentrums in Oldenburg hielten. In ihr plädierten Sie dafür, „to think with Arendt“, und über die Jahre haben Sie es so gehalten. Einen vorerst letzten Beweis erhielten wir in dem Podcast-Gespräch mit Roger Berkowitz, das Sie uns für unsere aktuelle Nummer zur Verfügung stellten. Mit Arendt weiterdenkend formulieren Sie hier den Gedanken: „Social isolation incubates personal solidarity“ und werfen diese originelle Beobachtung in die Diskussionen um die Corona-Pandemie. Wie die Pandemie oder, wie Sie bevorzugen, Seuche („plague“) sich entwickelt, wissen wir nicht. Vorstellbar aber ist, dass die Erfahrungen der „personal solidarity“ bei „social isolation“ als genuin neue erhalten bleiben und im Sinne des Arendtschen Politikbegriffs positive gesellschaftliche Veränderungen hervorbringen. Darauf haben Sie in dem Gespräch eindrucksvoll aufmerksam gemacht.

    Wir danken Ihnen.

    Die Redaktion von HannahArendt.net

    Wolfgang Heuer, Frauke Kurbacher, Ursula Ludz, Stefania Maffeis, Ingeborg Nordmann, Maria Robaszkiewicz, Hans-Jörg Sigwart

    und die ehemaligen Mitglieder

    Marie Luise Knott, Waltraud Meints-Stender, Stefanie Rosenmüller, Thomas Wild

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  • New journal: PESCADORA de PERLAS, Revista de estudios arendtianos, Argentina

    2021-06-23

    Con gran alegría queremos anunciar el lanzamiento de PESCADORA de PERLAS. Revista de estudios arendtianos, que se suma a las publicaciones del Centro de Investigaciones de la Facultad de Filosofía y Humanidades, Universidad Nacional de Córdoba, Argentina. Lxs invitamos a visitar la página web de la revista y a enviar contribuciones para el dossier temático del primer número: “Totalitarismo, autoritarismo y formas contemporáneas de dominación” coordinado por Anabella Di Pego y Claudia Bacci. Sugerimos también registrarse como lectorxs para recibir novedades sobre próximos números y convocatorias. 

    Acceso a la página web de PESCADORA de PERLAS. Revista de estudios arendtianos:  https://revistas.unc.edu.ar/index.php/pescadoradeperlas/index

    Pescadora de perlas es una publicación del Centro de Investigaciones de la Facultad de Filosofía y Humanidades de la Universidad Nacional de Córdoba que tiene como objetivo principal publicar ensayos, artículos académicos, traducciones y reseñas inspiradas en la obra de Hannah Arendt.

    Busca ser un ámbito de debate y de intercambios sobre la vasta obra de esta autora, su legado y su repercusión; expandir su pensamiento y contribuir a las discusiones que sus ideas abren en el presente, sin limitar su filosofía a una única perspectiva interpretativa para no contradecir una nota sobresaliente de su posición teórica: la libertad de pensar sin asideros en el diálogo ininterrumpido que mantuvo con la tradición filosófica, política, literaria, histórica. 

    El Comité Académico cuenta con la participación de reconocidxs investigadorxs del ámbito nacional e internacional:  Roger Berkowitz, Fina Birulés, Adriano Correia, André Duarte, Simona Forti, Yara Frateschi, Wolfgang Heuer, Claudia Hilb, Celso Lafer, Martine Leibovici, Carlos Longhini, Mayte Muñoz Sánchez, Francisco Naishtat, Eduardo Rinesi, Cristina Sánchez Muñoz y Sebastián Torres. 

    En estos tiempos sombríos esperamos desde la revista contribuir al despliegue de las discusiones y legados de la obra de Hannah Arendt así como a la comprensión de las problemáticas políticas urgentes de nuestro presente. 

    Les agradecemos la más amplia difusión posible de la presente convocatoria. 

    Saludos cordiales,


    Dirección 

    Beatriz Porcel (Universidad Nacional de Rosario) 

     

    Comité Editorial

    Laura Arese (Universidad Nacional de Córdoba)

    Claudia Bacci (Universidad de Buenos Aires)

    Camila Cuello (Universidad Nacional de General Sarmiento)

    Anabella Di Pego (Universidad Nacional de La Plata) 

    Paula Hunziker (Universidad Nacional de Córdoba)

    Eduardo Mattio (Universidad Nacional de Córdoba)

    Carolina Rusca (Universidad Nacional de Córdoba)

    Julia Smola (Universidad Nacional de General Sarmiento)


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  • Call for Papers

    2021-01-20

    HannahArendt.net

    Call for Papers: Natur und Politik / Nature and Politics

    (English version see next page)

     

    Wie menschliche Gesellschaften mit der Natur umgehen, wird in der Gegenwart immer mehr zu einer zentralen politischen Frage. Der menschengemachte Klimawandel, die Zerstörung von Ökosystemen, die unbegrenzte Plünderung der natürlichen Ressourcen - dies alles sind zentrale Themen politischer Aushandlungen und Konflikte der Gegenwart. Dies wirft eine Reihe von Fragen für das politische Denken auf. Natur und Politik galten in der westlichen Ideengeschichte für lange Zeit als Gegensätze und dienten der Aufrechterhaltung sozialer Ungleichheiten in Bezug auf klassen-, gender- und ethnisch spezifische Zuschreibungen. Heute gilt es, diesen Dualismus zu überwinden und Natur als politischen Begriff zu verstehen. Ansätze dazu finden sich vor allem an den Rändern und jenseits der westlichen Ideengeschichte: in den Kosmologien nicht-westlicher Gesellschaften ebenso wie z.B. bei Alexander von Humboldt.

    Mit dieser Ausgabe von HannahArendt.net machen wir uns auf die Suche nach Elementen eines politischen Denkens, das die Natur nicht als etwas außerhalb des Politischen Stehendes begreift - mit Hannah Arendt und über Hannah Arendt hinaus. 

    In Arendts Werk findet sich kein eindeutiger Naturbegriff. Ihr Verständnis von Natur schillert. Neben einem traditionellen Naturbegriff, der die Natur als physis objektiviert und der menschengemachten Geschichte und Kultur gegenübergestellt ist, finden wir eine Vielzahl von Reflexionen zum Verhältnis von Politik und Natur, Geschichte und Natur zu Identität und menschlicher Bedingtheit, die auf den ersten Blick keinen eindeutig bestimmbaren Naturbegriff erkennen lassen. Für sie bildet die physische Natur zum einen die Grundlage des menschlichen Lebens auf der Erde. Menschen begreift sie als erdgebundene und damit “bedingte” Wesen, die zugleich der Natur “nicht absolut verpflichtet” (Vita activa, 1981, S. 8) sind. Der Raum der Freiheit, den Arendt damit bestimmt, ist jedoch nicht unendlich groß, sondern kann nur existieren, wenn seine von der Natur gesteckten Grenzen respektiert werden. Wie diese wenigen Schlaglichter zeigen, ist der Naturbegriff zentral für Arendts Denken. Zugleich ist er auch einer der schwierigsten und dunkelsten Begriffe in ihrem Werk. Vielfach scheint Arendt dabei die traditionelle Dichotomie von Natur und Kultur zu durchkreuzen und ein Drittes (z.B. Welt, Verstehen, Urteilen) einzuführen. 

    Gesucht werden Reflexionen, Essays und Übungen im politischen Denken, die im Ausgang von, in Berührung mit oder in einem Spannungsverhältnis zu Arendts Denken einzukreisen versuchen, wie wir Natur politisch denken können. Anknüpfungen etwa an die aktuellen Debatten um das Anthropozän, die Covid-19-Pandemie, gegenwärtige Protestbewegungen oder eine nachhaltige (Umwelt-)politik und ökologische Fragen sind ebenso erwünscht wie das Aufgreifen von theoretischen und philosophischen Positionen, die die traditionellen Entgegensetzungen zwischen Natur und Kultur sowie Materie und Leben thematisieren. Als Leitgedanke für diese Ausgabe von HannahArendt.net dient die Frage: Wie lässt sich eine Natur-Politik denken und formulieren, die einen nicht destruktiven Umgang mit der Natur ermöglicht und zugleich die für den Erhalt einer stabilen und lebenswerten Menschenwelt wichtige Begrenzung des Handelns in die Politik einführt?

    Vor der Einreichung von Texten bitten wir um die Zusendung von abstracts mit einer Länge von bis zu 500 Wörtern bis Anfang April 2021, der Beiträge dann bis Ende Juni 2021.

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  • INTERNATIONAL CONFERENCE ANNOUNCEMENT AND CALL FOR PAPERS

    2020-12-17

    WHAT KIND OF GOVERNMENT? Thinking Contemporary Form/s of Government (historical and conceptual perspectives)

    (International conference, Ljubljana, Slovenia, 2-4 June 2021, exact venue to be announced later)

    In her ground-breaking analyses, such as The Origins of Totalitarianism and Between Past and Future, Hannah Arendt developed the thesis about the “break in (political) tradition” that could be identified at two levels. Its historical appearance is “total domination”, which occurred in the first half of the twentieth century, and, according to her, represents an entirely novel form of government that cannot be comprehended if thought of only as a more extreme form of despotism, tyranny, or dictatorship. On the other hand, the break also transpired in the Western political philosophy canon, with Marx, Kierkegaard, and Nietzsche, who first noticed the new predicaments in the world which could not be explained with old, traditional categories of political thinking any more. Arendt’s main endeavour was to show how the use of the rests of questionable tradition starts concealing instead of revealing the new phenomena and forms of government, and, simultaneously, an attempt at a reconstruction of some basic political concepts and experiences.

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  • Das japanische "Arendt-Handbuch" (Japanischer Name: "Arendt-Tokuhon") ist veröffentlicht!

    2020-12-09
    Der Verlag (Hosei-University Press) betont, dass in dem Handbuch das Gesamtbild der Gedanken der Philosophin zur Liebe zur Welt in finstere Zeiten weiter erforscht wird.
    Das Buch enthält die neuesten Forschungsergebnisse zu Arendt in Deutschland, USA, Frankreich und Japan. Amazon Lesen Sie mehr über Das japanische "Arendt-Handbuch" (Japanischer Name: "Arendt-Tokuhon") ist veröffentlicht!
  • La promesse d'un monde. Pour Étienne Tassin

    2020-11-25

    Tumulte no 55, Oct. 2020


    Avec Diderot, Arendt et au-delà

    Christophe David : Suppléments aux voyages d’Étienne Tassin. Pour une lecture politique de Diderot
    Martine Leibovici : Pensée de la démesure et excès utopique. Une traversée de l’œuvre d’Étienne Tassin

    Phénoménologie de l’action politique
    Étienne Tassin : Le secret de la résistance
    Anders Fjeld : Démesure(s). Une autre philosophie politique d’Étienne Tassin ?
    Anne Gléonec : Autour du Maléfice de la vie à plusieurs. L’héritage merleau-pontien dans la pensée d’Étienne Tassin
    Jean Waddimir Gustinvil : L’action politique, la communauté et le tragique

    Cosmo-politique et condition migrante
    Justine Lacroix : Le déclin de l’Union européenne et la fin des droits de l’homme

    Numa Murard : Une incommensurable injustice
    Étienne Balibar : Différences dans la cosmopolitique

     

    La singularité de qui je suis par déhiscence de ce que je suis

    Aurore Mréjen : La visibilité de l’action politique
    Claudia Girola : Subjectivations en tension. Penser avec Étienne Tassin Patrick Cingolani : Sur les pas de Diogène

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  • Call for Papers

    2020-09-25
    Inaugural Conference
    Society for the Study of
    Women in Phenomenology
    March 19–20, 2021

    Call for Papers

    The Society for the Study of Women in Phenomenology (SSWPH) announces its inaugural international conference to be held virtually from March 19–20, 2021.

    Keynote Speakers:

    Sarah Borden-Sharkey (Wheaton College, IL)

    Helen Fielding (Western University)

    Ruth Hagengruber (Paderborn University)

    Julia Jansen (KU Leuven)

    The Society for the Study of Women in Phenomenology (SSWPH) is a learned society focused on researching the work of women in phenomenology and phenomenological philosophy. We have three objectives. First, we wish to uncover and critically examine the work of women in phenomenology or phenomenological philosophy from the early phenomenological movement to the current day, including but not limited to such figures as Hedwig Conrad-Martius, Edith Stein, Gerda Walther, Simone de Beauvoir, María Zambrano, Hannah Arendt, Sylvia Wynter, Iris Marion Young, Linda Martín Alcoff, and Jacqueline Martinez. Second, we wish to create a dialogue between those working in the phenomenological tradition and other schools of thought and research methods to address questions of philosophical import. Third, we seek to cultivate new phenomenological, philosophical work that draws inspiration from and/or extends the ideas of the thinkers of the Society’s focus. We carry out our mandate through a series of conferences, workshops, debates, translation projects, and scholarly publications.

    The Society is open to all scholars interested in the work of women in phenomenology or phenomenological philosophy.

    We invite abstracts of no more than 300 words for papers to be presented at our first conference. Presenters will have between 20 and 30 minutes to present their papers. We welcome papers on the work of women phenomenologists and phenomenologically informed philosophers. Also welcome are papers that use women’s phenomenology to address issues or questions in philosophy. Papers that focus on the history of phenomenology and/or dialogue with other disciplines or fields of philosophy are also encouraged.

    The deadline for submission of abstracts is December 20, 2020.

    Please send abstracts to: Julia Mühl-Sawatzki (julia.muehl.sawatzki@upb.de) and Antonio Calcagno (acalcagn@uwo.ca). Please direct any questions to Julia Mühl-Sawatzki and/or Antonio Calcagno.

     

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  • Heinrich Blücher

    2020-09-09
    Versuche über den Nationalsozialismus


    Herausgegeben von Ringo Rösener. Mit einem Nachwort von Ringo Rösener und Eyck-Marcus Wendt

    ca. 160 S., geb., Schutzumschlag, 12,5 x 21 cm
    ISBN 978-3-8353-3766-4
    ca. € 24,00 (D) / ca. € 24,70 (A)
    voraussichtlich lieferbar ab 19.10.2020


    50 Jahre nach seinem Tod erscheint die »unpublished political philosophy« von Hannah Arendts Ehemann Heinrich Blücher.


    Hannah Arendt hat die »Origins of Totalitarianism« ihrem zweiten Ehemann Heinrich Blücher gewidmet. In der amerikanischen Erstauflage ist diese Widmung noch um den Zusatz »This book could hardly have been written without the unpublished political philosophy of the person to whom it is dedicated« ergänzt. Bis heute ist völlig ungeklärt, inwieweit der frühere Kommunist und linke Aktivist Heinrich Blücher wirklich Arendts Denken beeinflusst hat. weiter

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  • Rundfunk

    2019-11-22
    Henriette Arendt, Frauenrechtlerin (Geburtstag 11.11.1874)

    WDR ZeitZeichen. 11.11.2019. 14:41 Min.. Verfügbar bis 08.11.2099. WDR 5.

    Sie war die erste Polizeiassistentin in Deutschland. Henriette Arendt wurde in Königsberg geboren und stammte aus einer wohlhabenden jüdischen Familie. Als Krankenschwester hatte sie bereits an verschiedenen Orten gearbeitet, bevor sie nach Stuttgart kam. Die erstmalige Anstellung einer Frau in den Polizeidienst war seit langem von der Frauenbewegung gefordert worden. Autorin: Martina Meißner

    Zur Sendung

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  • Neuerscheinung

    2019-11-22

    Myriam Revault d‘Allonnes 

    Brüchige Wahrheit 

    Zur Auflösung von Gewissheiten in demokratischen Gesellschaften 

    Originalausgabe: La Faiblesse du vrai. Ce que la post-vérité fait à notre monde commun, Éditions du Seuil 
    Aus dem Französischen von Michael Halfbrodt 

    128 Seiten, gebunden 

    Verlag Hamburger Edition

    ISBN 978-3-86854-337-7 

    Erschienen im Oktober 2019

     

     

     

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  • Recién publicado

    2019-09-15
    Hannah Arendt

    Estar (políticamente) en el mundo.

    De Cristina Sánchez Muñoz

    Shackleton Books 2019

    Hay pocos pensadores que resulten tan necesarios y actuales como la filósofa alemana Hannah Arendt.
    Sus ideas han germinado como punto de partida para reflexionar sobre muchas cuestiones del mundo actual: la sociedad-masa, las posibilidades de la acción, los problemas de la democracia, la violencia extrema y la responsabilidad de los ciudadanos en la aceptación de la violencia, por citar algunos ejemplos. Más

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  • Call for Papers

    2019-07-30

    Wahrheit und Politik / Truth and Politics

    Ihre Vorträge und Abhandlungen zum Thema „Wahrheit und Politik“ / „Truth and Politics“ konzipierte und schrieb Hannah Arendt in den 1960er Jahren. Auslöser war die massive Kritik, die sie in der westlichen Welt zu ihrem Buch Eichmann in Jerusalem (1963/1964) erhielt. In der Fassung von „Truth and Politics“, die sie 1968 in die Sammlung Between Past and Future aufnahm, gibt sie den folgenden Hinweis. Ziel der Abhandlung sei es, „zwei unterschiedliche, doch miteinander verbundene Probleme, welche ich vorher nicht gesehen hatte und die in ihrer Bedeutung über das unmittelbare Geschehen hinauszuweisen scheinen, zu klären. Das erste betrifft die Frage, ob es stets richtig ist, die Wahrheit zu sagen. Glaubte ich ohne Einschränkung an das ‚Fiat veritas, et pereat mundus‘? Das zweite ergab sich aus der erstaunlichen Zahl von Lügen, von denen in der ‚Kontroverse‘ Gebrauch gemacht wurde – Lügen einerseits über das, was ich geschrieben, und andererseits über die Tatsachen, die ich berichtet hatte.“

    In jüngerer Zeit ist das Thema virulent, seitdem wir weltweit die Zunahme von populistischen Bewegungen und autoritären Manipulationen der Wirklichkeit auch durch demokratisch gewählte Politiker erleben. Was anfangs noch als nebensächliches Phänomen gedeutet werden konnte, offenbart sich inzwischen als Ausdruck einer Zeitenwende. Die klassischen Volksparteien befinden sich im Niedergang, Führerfiguren wie Trump in den USA, Bolsonaro in Brasilien und Erdogan in der Türkei versprechen einen neuen politischen Stil mit einfachen Lösungen. Sie propagieren den Bruch von Tabus und setzen bewusst die Spaltung in nationalen und internationalen Räumen in Gang. In den sozialen Medien werden Grenzen des Rechtsstaats und zivilisierten Verhaltens überschritten; Nationalismus und Antisemitismus, Nazismus, Hass, Lügen, Fake News und absurde Verschwörungstheorien werden ungehindert verbreitet.

    Hannah Arendt hatte seinerzeit eine Reihe von Gedanken zu „Wahrheit und Politik“ / „Truth and Politics“ zusammengetragen, die sich überwiegend auf ihre Einsichten in das System totalitärer Bewegungen und Propaganda zurückführen lassen, wie sie sie in ihrem Buch The Origins of Totalitarianism / Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft (1951/1955) herausgearbeitet hatte. Es scheint sinnvoll, diese zu dem in Bezug zu setzen, was wir heute, auf einer neuen Stufe des Anthropozäns, als Populismus und neue Machbarkeit von Welt erfahren – unter dem Motto „anything goes“.

    In diesem weiten gedanklichen Feld soll sich das neue Heft von HannahArendt.net schwerpunktmäßig bewegen. Im einzelnen wären Beiträge vorstellbar:

    -  Zu begrifflichen Klärungen, etwa von „Wahrheit“ (Vernunft- / Tatsachenwahrheit) und „Lüge“, „Fake News“, „Volk“ und „Populismus“, „Wandel“, „Elite“, „Bewegung“ und „Partei“

    -  Zu dem Phänomen „Shitstorm“, das als Begriff inzwischen in die deutsche Sprache aufgenommen wurde, und zu einem von dessen Vorläufern, der als „Arendt-Kontroverse“ in die Literatur eingegangen ist

    -  Zur Frage, inwieweit die technologische Transformation öffentlicher Kommunikationsräume die Kategorien kommunikativer Transparenz, Verantwortlichkeit, Überprüfbarkeit und die Möglichkeiten einer Bestätigung des Wahrheitscharakters von Aussagen grundsätzlich infrage stellen bzw. neu zu denken zwingen

    -  Zu Ereignissen der jüngeren Vergangenheit, die in den Themenkreis gehören, etwa die Propaganda zur Rechtfertigung des Irak-Krieges

    -  Zu Fragen der Erosion des Demokratie-Gedankens und zu Thesen über das Ende der Demokratie (Why Democracies Die?)

    -  Zum Aufleben von Verschwörungstheorien und deren Verbreitung im Internet

    -  Zum Problem, inwieweit Arendts Erkenntnisse über den Totalitarismus noch auf die neue, die gegenwärtige Lage anwendbar sind

    Teilen Sie uns ein Thema Ihrer Wahl mit, dessen Manuskript Sie in von Ihnen gewählter Länge bis zum 30. November 2019 einreichen können! Wir freuen uns darauf.

    Die Redaktion - www.hannaharendt.net

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  • Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken e.V.

    2019-07-20

    Jerome Kohn und Roger Berkowitz sind Hannah-Arendt-Preisträger für politisches Denken 2019
     
    Am Freitag, den 6. Dezember 2019 um 18:00 Uhr überreichen der Vorstand des Hannah Arendt Preises für politisches Denken e.V., der Bremer Senat und die Heinrich Böll-Stiftung, den „Hannah Arendt-Preis für politisches Denken 2019“ im Bremer Rathaus an die amerikanischen Wissenschaftler Jerome Kohn und Roger Berkowitz.
     
    Die Jury hat hervorgehoben, dass Jerome Kohn das Werk Hannah Arendts, insbesondere ihre unveröffentlichten Schriften, einer weltweiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht hat. Als langjähriger Freund und Mitarbeiter Arendts an der New School in New York hat er ihre so ungewöhnliche wie produktive Denkweise gleichsam im Entstehen erlebt. In Interviews, Artikeln und Vorträgen, in den USA und in Europa, hat er immer wieder auf Arendts Überzeugung hingewiesen, dass die BürgerInnen es in ihrer Hand haben, mit Zuspruch und Widerspruch darüber zu urteilen, was gut und was schlecht für die Gesellschaft und ihre BürgerInnen ist – und für das Gemeinwohl zu handeln.
    Roger Berkowitz, Rechts- und Politikwissenschaftler, ist akademischer Direktor des Hannah Arendt Center am Bard College (NY). Mit der Gründung dieses Zentrums hat Berkowitz einen Ort geschaffen, an dem Studierende das Denken Hannah Arendts kennenlernen - und an dem sich ForscherInnen und PolitikerInnen aus aller Welt treffen, um über den Kurs der Politik in der unruhigen Welt von heute zu streiten. Es ist sein Verdienst, dass das Hannah Arendt Center zu einem Ort der politischen Begegnung und des fruchtbaren Streits geworden ist. Seine öffentlichen Interventionen sorgen dafür, dass die Frage immer aktuell bleibt: Wie kann man lernen zu verstehen, was in der Welt von heute geschieht? Wie kann man handeln?
    Beide, Jerome Kohn und Roger Berkowitz, haben Arendts Denken lebendig gehalten und ermutigen die nächste Generation, Verantwortung zu übernehmen für das, was in ihrem Namen geschieht.
    Der Hannah-Arendt-Preis wird von der Stadt Bremen und der Heinrich Böll Stiftung vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert. Er wird an Personen verliehen, die mit einer mutigen Intervention das „Wagnis Öffentlichkeit“ annehmen. Die Laudatio auf Jerome Kohn und Roger Berkowitz hält Antonia Grunenberg. Sie ist Professorin für Politische Wissenschaft und Leiterin des Hannah Arendt-Zentrums an der Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg und lebt seit ihrer Emeritierung als Publizistin in Berlin.
     
    Thema des der Preisverleihung folgendem Kolloquiums am 7. Dezember im Institut Français in Bremen wird sein:
    Politischer Liberalismus in unruhigen Zeiten
     

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  • Neuerscheinung

    2019-04-29

    Campus Verlag 2019, 39.95 €

    Hannah Arendt und ihre Schriften werden seit jeher als unkonventionell wahrgenommen, als disziplinär schwer einzuordnen. Sie haben breite Anerkennung in vielen verschiedenen Ländern erlangt und scheinen sämtliche fach- wie kulturspezifischen Grenzen zu überschreiten. Diese Studie reflektiert die materiellen Bedingungen jener Wahrnehmungen, ihre performativen Funktionen sowie ihre historischen Transformationen, die sie zwischen Deutschland und den USA von den 1940er-Jahren bis heute durchlaufen haben. Im Zentrum der Rekonstruktion stehen Arendts Begriff des Politischen und damit korrelierend sie selbst als öffentliche Figur. Beide Ideen werden als Subjekte und Ergebnisse der Interaktionsverhältnisse zwischen der Akteurin, ihren sozialen und epistemischen Kontexten sowie der Gemeinschaft ihrer Leserinnen und Lesern wie auch Konkurrentinnen und Konkurrenten betrachtet.

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  • Neuerscheinung

    2019-03-22
    Hannah Arendt. Die Kunst, politisch zu denken Maike WeißpflugDie Kunst, politisch zu denken 320 Seiten, gebunden
    Matthes & Seitz Berlin, 2019ISBN: 978-3-95757-721-4Preis: 25,00 €
    Seit ihrer Wiederentdeckung in den letzten Jahren ist Hannah Arendt aus den öffentlichen Debatten zu Freiheit, Unterdrückung und Flucht kaum mehr wegzudenken. Doch nicht nur, was sie dachte, ist von schlagender Aktualität, genauso bedeutsam ist, wie sie dachte. Maike Weißpflug präsentiert uns eine unentdeckte Hannah Arendt und geht in ihrer mitreißend erzählten Studie den Quellen ihres höchst ungewöhnlichen Denkstils nach. Diese findet sie nicht in der Philosophie, sondern vor allem in ihren Lektüren von Dichtern wie Homer, Conrad und Brecht. Mit ihnen wendet sich die politische Theoretikerin gegen alle großen und umfassenden Erklärungen und Theorien und macht die kleinteilige und sinnliche Erfahrungswelt zu ihrem Ausgangspunkt: Die Kunst, politisch zu denken, besteht vor allem im Mut, sich zwischen alle Stühle zu setzen. Streitbar zu sein, setzt voraus, die Welt aus der Perspektive anderer betrachten zu können und trotzdem selbst zu denken.


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  • In Search of the Last Agora

    2018-10-29

    In Search of The Last Agora (2018) is a 53-minute experimental film by Rayyan Dabbous, New York, revisiting Hannah Arendt's work The Human Condition.

    The film is a combination of painting, sounds, music and read excerpts of the book, which I hoped would be illustrated in a way that resonates with various topics specific to today's world, such as globalization, social media, technology and celebrity culture. See here

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  • Ann Pettifor ist Hannah-Arendt-Preisträgerin für politisches Denken 2018

    2018-07-19

    Der Preis geht in diesem Jahr an die südafrikanische Ökonomin Ann Pettifor und wird am 7. Dezember 2018 um 18:00 Uhr im Bremer Rathaus überreicht.

    In der Begründung der Jury heißt es: Ann Pettifor beschreibt und erläutert sehr eindringlich die politischen und gesellschaftlichen Auswirkungen der gegenwärtigen Geldproduktion, wie sie vorwiegend seitens der Banken in Form von digitalen Kreditvergaben betrieben wird. Im Fokus ihrer Kritik steht dabei ein sich verselbstständigender globaler Finanzsektor, der abseits der Öffentlichkeit und somit außerhalb politischer Einflussnahmen und demokratischer Kontrollen agiert.

    Bekannt wurde Ann Pettifor durch ihre führende Rolle in der Jubilee 2000-Kampagne, die dazu führte, dass 35 Entwicklungsländern Schulden in einer Gesamthöhe von rund 100 Milliarden US-Dollar erlassen wurde. Bei den Expert(inn)en der Finanzwelt hat sie sich Respekt dadurch verschafft, dass sie die Finanzkrise ab 2007, eine globale Banken- und Finanzkrise als Teil der Weltwirtschaftskrise mit Beginn in der US-Immobilienkrise sehr präzise vorhergesagt hatte.

    Ann Pettifor, 1949 in Südafrika geboren, ist Ökonomin und Direktorin von Policy Research in Macroeconomics (PRIME) sowie Mitglied der Organisation New Economics Foundation in London. Sie lehrt am Political Economy Research Centre der City University, London. Als geschäftsführende Direktorin von Advocacy International berät Pettifor Regierungen und Organisationen in Fragen von unabhängiger Schuldenrückführung, internationalen Finanzen und nachhaltiger Entwicklung.

    Kontakt: Bildungswerk Umwelt und Kultur in der Heinrich Böll Stiftung, Bremen, Peter Rüdel ruedel.boell@arcor.de

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  • Deutsch-französisches Graduierten-Colloquium Colloque de recherche franco-allemand

    2018-06-06

    Stuttgart, 25-27. Oktober 2018

    Das Internationale Zentrum für Kultur- und Technikforschung (IZKT) lädt jährlich deutsche und französische Doktoranden zu einem interdisziplinären Forschungskolloquium nach Stuttgart. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bewerben sich mit ihrem Lebenslauf und einem Exposé ihres Beitrages, der in der Regel aus dem Dissertationsvorhaben erwächst. Moderatoren geben ihnen Hilfestellung und schlagen Brücken zwischen den Themen und Ansätzen. Die Reise- und Übernachtungskosten sowie die Verpflegung der Teilnehmenden werden erstattet.

    Hannah Arendt in Frankreich und Deutschland
    Neue Perspektiven auf Person, Werk und Wirkung

    Person und Werk Hannah Arendts bilden im deutsch-französischen Austausch seit langem einen Forschungsgegenstand, an dem sich Debatten wie in einem Brennglas verdichten. In beiden Ländern gehört sie zu den beständig aufgerufenen Referenzgrößen der politischen Debatte. Seit jeher reicht indes das Spektrum der Einschätzungen von harscher Ablehnung einerseits bis zu geradezu naiver Verehrung andererseits.

    Diese polarisierende Wirkung ihrer Persönlichkeit gilt es genauer zu verstehen. Die Beschäftigung mit Hannah Arendt erlaubt zudem einen Einblick in jene persönlich-wissenschaftlichen Netzwerke, in denen sich Arendt auf der Flucht nach Frankreich und dann in den USA bewegte. Arendts Leben und Werk lässt sich nicht nur als Distanznahme zu Heidegger verstehen, sondern zeugt auch von Auseinandersetzungen mit Karl Jaspers, Walter Benjamin, Günther Anders, Hans Jonas und nicht zuletzt Heinrich Blücher.

    Neben diesen biographisch-historischen Konstellationen und werkgenetischen Fragen ist im deutsch-französischen Kontext die Rezeptionsgeschichte von besonderem Interesse. Neue Editionen, neue Forschungsergebnisse und neue Debattenbeiträge – nicht zuletzt Emmanuel Fayes scharfe Polemik gegen ihre von Heidegger stammenden Prägungen – machen deutlich, dass sich an der Diskussion über Arendt vieles über Frankreich und Deutschland lernen lässt. Der Furor, mit dem die Diskussion über Arendt bisweilen geführt wird, speist sich nicht zuletzt aus der Aktualität ihrer Themen: Flucht und Migration, Staatsangehörigkeit und Menschenrechte, Politik und Technisierung, Demokratie und Wahrheit, Nation und Erinnerung – zu vielen Streitfragen unserer Zeit enthält Arendts Werk Analysen, Beiträge oder essayistische Reflexionen, die die tagesaktuellen Diskussionen bis heute bereichern. Lassen sich diese Arbeiten nüchtern auf ihre Fruchtbarkeit befragen? Wie fallen die Antworten in Frankreich und Deutschland dabei aus? Und wie lassen sich die Differenzen in ihrer Rezeption erklären? Welche erinnerungspolitische Rolle spielt Hannah Arendt in den jeweiligen Ländern?

    Um uns diesen Fragen in einem deutsch-französischen Setting zu widmen, wollen wir in einen interdisziplinären Dialog treten, der geschichtswissenschaftliche, philosophische, politikwissenschaftliche, ja vielleicht auch wissenssoziologische und literaturwissenschaftliche Perspektiven zusammenführt. Willkommen sind daher alle Vorschläge, die Beiträge zur Arendt-Forschung liefern und dabei den Blick auf deutsch-französische Wechselwirkungen oder entsprechende Vergleiche bereichern. Unsere Hoffnung ist es, damit den Doktoranden einen inspirierenden und horizonterweiternden Austausch zu ermöglichen.

    Doktorandinnen und Doktoranden werden gebeten bis zum 1. Juli 2018 einen Themenvorschlag mit einer Zusammenfassung von max. zwei Seiten sowie einen Lebenslauf einzureichen.

    Dr. Felix Heidenreich
    Internationales Zentrum für
    Kultur- und Technikforschung (IZKT)
    Universität Stuttgart
    Geschwister-Scholl-Straße 24
    D - 70174 Stuttgart
    felix.heidenreich@izkt.uni-stuttgart.de
    Tel.: 0049-711-6858-4149

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    Colloque de recherche franco-allemand
    Stuttgart, 25-27 octobre 2018

    Le Centre International pour la Recherche Culturelle et Technique (IZKT) invite chaque année des doctorants et post-docs allemands et français à un colloque de recherche interdisciplinaire qui a lieu à Stuttgart. Les participants postulent par un CV et un bref exposé de leur présentation, issue en général de leur projet de recherche. Les frais de voyage, de logement et de restauration des participants invités sont pris en charge.

    Hannah Arendt en France et en Allemagne
    Nouvelles perspectives sur sa personne, son oeuvre et son influence

    La personne et l’oeuvre d’Hannah Arendt constituent depuis longtemps, dans les échanges francoallemands, un objet de recherche qui condense les débats et les aiguise. Dans les deux pays, elle appartient aux constantes références d’autorité dans les débats politiques. Depuis toujours les opinions à son encontre divergent, allant d’un rejet brutal d'une part à une adoration presque naïve d'autre part. Cet effet polarisant de sa personnalité doit être analysé de manière plus détaillée. Se pencher sur Hannah Arendt permet également un aperçu de ces réseaux privés-universitaires, réseaux auxquels Hannah Arendt appartenait durant sa fuite. La vie et l’oeuvre d’Arendt ne sont pas uniquement liées à une distanciation à l’égard d’Heidegger, mais témoignent également de confrontations avec Karl Jaspers, Walter Benjamin, Günther Anders, Hans Jonas ainsi que Heinrich Blücher.

    En parallèle de ces considérations biographico-historiques et des questions liées à la genèse de son oeuvre, l’histoire de sa réception est d’un intérêt particulier dans le contexte franco-allemand. De nouvelles éditions, de nouveaux résultats de recherche et nouvelles contributions aux débats – en particulier la polémique autour d’Emmanuel Fayes soulignant les influences d’Heidegger sur Hannah Arendt – montrent, à partir des discussions autour d’Hannah Arendt, qu’il reste encore beaucoup à apprendre sur la France et l’Allemagne. La fureur avec laquelle le débat autour d’Hannah Arendt se déroule jusqu’à maintenant est notamment alimentée par le caractère contemporain de ses sujet : exil et migration, nationalité et droits de l’Homme, politique et technique, démocratie et vérité, nation et mémoire – autant de sujets de discorde de notre temps sont présents dans les oeuvres d’Hannah Arendt, ses analyses, articles ou essais, qui enrichissent les discussions d’actualité jusqu’à nos jours. Peut-on questionner ces travaux et leur productivité de manière objective ? Quelles sont les réponses données en France et en Allemagne ? Quel rôle politique mémoriel joue Hannah Arendt dans chacun des deux pays ?

    Afin de nous consacrer à ces questions dans un cadre franco-allemand, nous souhaitons initier un dialogue interdisciplinaire rassemblant des perspectives historique, philosophique, de sciences politiques, mais également sociologique et littéraire. Toutes les propositions contribuant à la recherche sur Hannah Arendt et mettant l’accent sur les interactions franco-allemandes ou leur comparaison sont les bienvenues. Nous espérons ainsi offrir aux participants des échanges qui les
    inspirent et élargissent leur horizon.

    Les doctorants sont priés d’envoyer une proposition de communication (avec un résumé de max. 2 pages) et un
    CV d’ici le 1er juillet 2018 à


    Dr. Felix Heidenreich
    felix.heidenreich@izkt.uni-stuttgart.de
    www.izkt.de

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  • Hannah Arendt and the Boundaries of the Public Sphere

    2018-04-17
    Call for Papers

    The Russian Sociological Review invites scholars in the fields of theoretical sociology, social philosophy, intellectual history and the related disciplines in the social sciences and humanities to contribute to a special issue devoted to Hannah Arendt and the problem of the boundaries of public sphere.

    Hannah Arendt is one of the most vigorous advocates of public politics and agonistic debate among contemporary political philosophers. Because of our essential plurality, humans can access and preserve their common world “only to the extent that many people can talk about it and exchange their opinions and perspectives with one another, over against one another”.

    However, Arendt’s position is challenged by the recent transformations of democracy which are making us reconsider the limits of political discussion. With both traditional and new media undergoing a radical transformation, it is becoming increasingly common to deny political opponents the moral right to justify their position in public debate. This pattern can be observed across the political spectrum and also across borders: in some places in the world many refuse to debate with the rising extreme right, while in other places it is the liberals who are considered traitors and therefore excluded from public discussion. The outcome is a remarkable fragmentation of the public sphere and the coexistence of communities holding incompatible views of reality.

    Arendt’s thought is a promising point to access the problem of who can and who cannot be admitted to the public forum. While arguing for the cultivation of plurality as a political virtue, she nevertheless calls for responsible politics which implies protecting the public sphere.

    Arendt is no less famous for noticing the intrinsic link between freedom and lying in politics than for her alarming analyses of totalitarianism. How can these positions be reconciled and/or synthesized in an age of ‘alternative facts’, ‘post-truths’ and the threatening encapsulation of people within their echo chambers?

    Arendt’s own positions have been criticized many times for going beyond the admissible, from her nuanced reflection on the Holocaust to alleged contamination by Nazi philosophy.

    The lessons from Arendt’s controversial biography for present-day politics are still to be drawn.

    The Russian Sociological Review invites submissions focusing on how Arendt’s political concepts can be used to establish justified limits for public discussion and promoting public politics today. How can politics benefit from conflict and control it? Are there any positions and ideologies to be disqualified from public debate? In what ways are individuals responsible for upholding pluralism? How should the public sphere accommodate new types of political lies? How can Arendt’s vision of the political be mobilized to answer the political challenges of the present day?

    Schedule ...

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  • New: Hannah Arendt Research Society of Japan

    2018-04-03

    The Hannah Arendt Research Society of Japan was established for promoting research and active discussions on Arendt’s thought across disciplinary boundaries with diverse viewpoints.  As Arendt insists on the importance of keeping unoccupied chairs for newcomers around the table during discussions, the Society invites anyone who is interested in Arendt to join in our discussions.  We aim to deepen our understanding of Arendt’s thought, and to nurture the ability to think about modern society through multidimensional dialogues among researchers and laypeople.  We welcome anyone who supports our mission to join our society and discussions.  

    An annual meeting is held early September every year.  We usually announce to call for paper in April with the deadline in the end of May, and decision is made by June. More

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  • Workshop March 30-31, 2018

    2018-01-31

    Hannah Arendt on the Limits of the Permissible: Public Sphere, Pluralism and Responsibility”

    This workshop will be part of the XXV symposium ‘Paths of Russia’, held on March 30-31, 2018 at Moscow School for Social and Economic Sciences.

    Workshop is supported by Friedrich Naumann Stiftung, Russia

    Hannah Arendt is one of the most vigorous advocates of public politics and agonistic debate among contemporary political philosophers. However, her position is challenged by the recent transformations of democracy that make us reconsider the limits of political discussion. With both traditional and new media undergoing a radical transformation, it becomes increasingly common to deny political opponents the moral right for justifying their position in a public debate. This pattern can be observed across political spectrum and also across borders: while in some places of the world many refuse to debate with the rising extreme right, in other countries it is the liberals who are considered traitors and therefore excluded from public discussion. The outcome is a remarkable segmentation of public sphere and coexistence of communities holding incompatible views of reality, as reflected in widespread concerns with ‘alternative facts’ and ‘post-truths’.

    Arendt’s thought seems to be one of the promising points to access the problem of who can and who cannot be admitted to the public forum. While arguing for cultivation of plurality as political virtue, she nevertheless calls for responsible politics that implies protecting the public sphere. Moreover, Arendt’s own positions have been many times criticized for going beyond admissible, from her nuanced reflection on Holocaust to alleged contamination by Nazi philosophy. The lessons from Arendt’s controversial biography for present-day politics are still to be drawn.

    This workshop explores how Arendt’s political concepts can be used in establishing the justified limits for public discussion and promoting public politics today. How politics can benefit from conflict and control it? Are there any positions and ideologies to be disqualified from public debate? In which ways individuals are responsible for upholding pluralism? What can Arendt’s vision of the political for twentieth century tell about the challenges politics faces nowadays?

    Workshop organizers:

    Greg Yudin (Moscow School of Social and Economic Sciences) – gregloko@yandex.ru

    Viktor Kaploun (Smolny College/European University at Saint-Petersburg) – kaploun@eu.spb.ru Lesen Sie mehr über Workshop March 30-31, 2018
  • INTERNATIONAL CONFERENCE - CALL FOR PAPERS

    2018-01-16

    Hannah Arendt: Challenges of Plurality

    Paderborn University, 13th – 15th December 2018


    In her writings, Hannah Arendt strongly affirms the plurality of the common world. From the very first moment, when she introduces the notion in The Human Condition, it becomes clear that plurality is the cornerstone of condition humaine. For Arendt, plurality means that “men, not Man, live on the earth and inhabit the world”. This seemingly banal assumption affects her entire political theory considerably.

    Plurality entails two aspects: equality and difference – we are all humans, but everyone is exceptional in her or his uniqueness. But as such, it not only enriches the world, but also becomes a source of significant challenges: acting together in spite of our differences, thinking as an inner dialogue with a particularly demanding dialogue partner, judging politically with respect to an ever-changing spectrum of possible standpoints are all challenging practices we confront in the common world.

    This conference aims at exploring challenges posed by plurality, but also opportunities it offers. As an interdisciplinary endeavor, it opens up for different approaches to Arendt, inviting scholars from fields such as philosophy, politics, theology, media studies, sociology, gender studies, history, and others. It also prompts examination of interplay with other theorists (such as Agamben, Butler, Cavarero, Foucault, or Merleau-Ponty). We want to tackle currently relevant problems, such as migration politics and human rights, but also raise ever-present issues, such as the philosophical potential of the concept of plurality, possible foundations of normativity in our contingent world, or stimuli for political action.

    The list of invited speakers includes:

    Nils Baratella, Hannah Arendt Zentrum, Universität Oldenburg

    Marieke Borren, University of Utrecht

    Ayten Gündoğdu, Barnard College

    Annabel Herzog, University of Haifa

    Wolfgang Heuer, FU Berlin

    Sophie Loidolt, Universität Kassel

    Patricia Owens, University of Sussex

    Stefanie Rosenmüller, FH Dortmund

    Anya Topolski, Radbound University

    Christian Volk, FU Berlin

    Submission guidelines:

    We invite paper proposals including a title, an abstract of maximum 500 words, name and affiliation of the author, as well as contact information. The presentation time is 30 minutes with additional 10 minutes for discussion. The conference language is English.

    Please submit your proposal via email (maria.robaszkiewicz@upb.de) by 15th February 2018.

    Organisation:

    Tobias Matzner, Paderborn University

    Maria Robaszkiewicz, Paderborn University

    Jochen Schmidt, Paderborn University

    Contact:

    Maria Robaszkiewicz: maria.robaszkiewicz@upb.de

     

     

     

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  • Estudos Ibero-Americanos

    2017-12-05
    v. 43, n. 3 (2017)Dossiê: Amor Mundi: atualidade e recepção da obra de Hannah Arendt

    ed. por Wolfgang Heuer, Vinícius Liebel

    com Frauke Kurbacher, Alexey Salikov, Alexey Zhavoronkov, Vlasta Jalušič, Helgard Mahrdt, Claudia Hilb, Maria Jose Lopez Merino, Claudia Perrone-Moisés, Laura Mascaro, Julia Gabriela Smola, Adriano Correia e uma entrevista com Jerome Kohn

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  • Hannah Arendt Preis für politisches Denken 2017

    2017-11-06
    Verleihung an Étienne Balibar

    Étienne Balibar hat, wie die Juryvorsitzende Prof. Antonia Grunenberg hervorhebt, „in seinen Büchern und im öffentlichen Auftreten ein intervenierendes Denken in der Tradition Hannah Arendts gepflegt. Seine Beiträge haben sich weit über den akademischen Diskurs hinaus an die republikanische Öffentlichkeit gerichtet.“

    Étienne Balibar studierte an der Ecole normale supérieure (ENS). Er war Schüler und Mitarbeiter des Philosophen Louis Althusser. Bis 2002 lehrte er politische Philosophie und Moralphilosophie an der Universität von Paris-Nanterre. Inzwischen emeritierter Professor, lehrt er seit den 1990er Jahren auch an mehreren Universitäten der USA. Zurzeit ist Balibar Gastprofessor an der Columbia University in New York für französische und vergleichende Literatur. mehr Lesen Sie mehr über Hannah Arendt Preis für politisches Denken 2017
  • Portable Polis

    2017-05-13

    The Hannah Arendt Reading Group in Berlin 2017

    with Fred Dewey


    Portable Polis schedule - Saturdays, 13h - 16h

    13.05.17 / Launch: Private Apartment, Selchower 22, 12049 Berlin Neukölln // from The Human Condition, 1958, Chapter II, "The Public and Private Realm"

    20.05.17 / ZK/U Siemensstr. 27, 10551 Berlin Moabit // "The Public and Private Realm" continued

    27.05.17/ Archive Kabinett, Müllerstraße 133, HH, 13349 Berlin Wedding // "The Public and Private Realm" continued

    03.06.17 / Südblock, Kotti circle, Admiralstr. 1-2, 10999 Berlin Kreuzberg // "The Public and Private Realm" continued

    10.06.17 / Südblock, Kotti circle, Admiralstr. 1-2, 10999 Kotti circle, Berlin Kreuzberg // "The Public and Private Realm" continued

    17.06.17 / Die Laube im Prinzessinnengarten, Prinzenstr. 35-38 (Moritzplatz), 10969 Berlin Kreuzberg // "The Public and Private Realm" continued

    24.06.17 / ZUsammenKUNFT, Stresemannstr. 95 10963 Berlin Kreuzberg // "We Refugees," 1943, The Menorah Journal

    01.07.17 / ZUsammenKUNFT, Stresemannstr. 95 10963 Berlin Kreuzberg // "We Refugees" continued

    08.07.17 / Förderband, Torstraße 150 10119 Berlin Mitte // from The Portable Hannah Arendt, "Labor, Work, Action," 1964

    15.07.17 / Kotti & Co, Gecekondu (wooden shack) Admiralstr 1-2, 10999 Berlin Kreutzberg // from Origins of Totalitarianism, 1951, "Decline of the Nation State; End of Rights of Man," on the Right to Rights

    22.07.17 / Pro QM, Almstadtstr. 48-50 10119 Berlin Mitte // "Labor, Work, Action" continued

    29.07.17 / Final Session: From the Holocaust Memorial to the Lessing Statue  Meet at Arendtstr & Ebertstr (Holocaust Memorial), walk together to the statue in SW Tiergarten 10117 Berlin Tiergarten // from Men in Dark Times, excerpt from "On Humanity in Dark Times (Lessing)," 1959

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  • Call for Papers

    2017-04-22
    HannahArendt.net

    Bd. 9, Nr. 1 (2018)


    (German / English)

     

    Pluralität / Plurality

    Call for Papers

    Hannah Arendt schrieb ihr erstes großes Buch unter dem Eindruck, dass mit dem Totalitarismus und dem Zweiten Weltkrieg eine geschichtliche Tradition an ihr Ende gekommen war. Die Kontinuität der abendländischen Geschichte, so befand sie, sei „wirklich durchbrochen“, der Traditionsbruch „eine vollendete Tatsache“. 1975 in ihrer Rede zur Zweihundert-Jahr-Feier der amerikanischen Revolution sprach sie mit Blick auf den Vietnamkrieg und die Watergate-Affäre von der Gefahr, dass „wir an einem jener entscheidenden Wendepunkte der Geschichte stehen, welcher ganze Epochen voneinander trennt“.

    Angesichts der sich überschlagenden Ereignisse der letzten Jahre – den Kriegen im Nahen Osten, der Bedrohung der Menschenrechte, dem Anstieg populistischer und nationalistischer Bewegungen und der drohenden Auflösung der Europäische Union – zieht sich durch viele aktuelle Diskussionen und Kommentare die Befürchtung, dass wiederum etwas an ein Ende gekommen ist: die Nachkriegsordnung,  wie sie insbesondere in den Verträgen zur europäischen Union und der Verankerung der Menschenrechte in den internationalen Beziehungen zum Ausdruck kommt.

    In ihrer politischen Theorie hat Arendt eine spezifische Antwort auf die selbst erfahrenen Brüche versucht. Sie gelangte zu der Einsicht, dass in der Tradition abendländischen politischen Denkens seit Plato die Tatsache der Pluralität des Menschseins „nebenher“ behandelt worden sei. Pluralität wurde für sie zum Schlüsselbegriff – in den Worten Margaret Canovans (Hannah Arendt: A Reinterpretation, 1992, S. 281): „In the course of her own response to the experiences of her time, Arendt augmented the world by one word: the word plurality.“ Oder, Arendt selbst aus dem nachgelassenen The Life of the Mind zitierend, „Plurality is the law of the earth“.

    Mit unserer nächsten Nummer wollen wir an diese theoretische Leistung Arendts erinnern und sie in die aktuellen Diskussionen einbringen und in ihren vielfältigen Dimensionen neu befragen, indem wir Beiträge zu folgenden Themenbereichen anregen:

    ̶         Totalitarismus - Populismus.

    Die gegenwärtigen populistischen Bewegungen führen vor, wie schwierig es ist, eine durch Ängste und Ressentiments eingeschworene Gemeinschaft für eine Diskussion alternativer Meinungen zu öffnen. Hannah Arendt hat in ihrem Totalitarismusbuch am Beispiel totalitärer Bewegungen eindrücklich gezeigt, wie der Mechanismus von Vereinheitlichung nach innen und Abschottung nach außen funktioniert. In den gegenwärtigen Diskussionen materialisiert sich diese Erkenntnis, wobei die Meinungen zu der Frage, ob die populistischen Bewegungen im Arendtschen Sinne als totalitär einzustufen sind, durchaus kontrovers sind. Ähnlich vielfältig sind die Auffassungen, ob die Demokratie als Institution der Gleichheit der Verschiedenen als kritischer Gegenpol zur fundamentalistischen Homogenisierung gelten kann. Hier ist mit Arendt zu betonen, dass die „westlichen“ Gesellschaften nicht in einer reinen Demokratie leben, sondern in einer Republik mit starken demokratischen Elementen, den demokratischen Wahlen und der Möglichkeit zu Volksentscheiden. Erst in dieser politischen Konstellation von Republik-Demokratie kann nach Arendt Pluralität garantiert werden.

    Ohne Pluralität bildet sich kein politischer Raum und keine gemeinsame Welt zwischen den Menschen, aber Pluralität lässt sich nicht eins zu eins in politisches Recht umsetzen. Wie HA in ihren Schriften bereits analysiert hat, bleibt Pluralität auch in Demokratien bedroht durch gesellschaftliche Ungleichheit, Bürokratismus, durch die Lüge im öffentlichen Raum und  - wie der französische Soziologe Didier Eribon in seinem 2016 erschienenen Buch „Rückkehr nach Reims“ beschrieb -, durch die Vertreibung unterer Schichten aus dem politischen Diskurs.   Die soziale Frage ist auch bei Arendt ein strittiger Punkt. Eine genauere Aufarbeitung der genannten Themenbereiche sowie der von Arendt häufig kritisch reflektieren Situation der „Randständigen“ und Flüchtlinge wäre daher wünschenswert. 

    -        Weltbürger, Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit

    Der Kosmopolitismus der Menschenrechte schien nach dem Ende des Kalten Krieges und nach der Einrichtung eines internationalen Gerichtshofs in Den Haag eine reale Chance zu sein,  die Basis für die internationale Anerkennung der Menschenrechte zu erweitern und zu sichern. Arendts Forderung nach einem international abgesicherten Recht, Rechte zu haben, wurde weltweit als inspirierende politische Anregung aufgenommen.  Doch wie kommt es, dass in der Frage der Menschenrechte die große Politik zunehmend als machtlos erscheint und nur die Zivilgesellschaft sich als handlungsfähig erweist? Ist das politische Prinzip der „checks and balances“ in seinen heutigen Formen nicht differenziert genug, um Handlungsfähigkeit der verschiedenen Ebenen der großen Politik zu garantieren? Kann der Begriff Pluralität helfen, dieses Prinzip kritisch zu hinterfragen und  zu „reformieren“?

    -       Mythos Geschichte

    In den Essays, die Arendt 1953-54 schrieb und die als grundlegende Selbstverständigung über zentrale Begriffe des politischen Denkens zu verstehen sind, hat sie sich auch mit dem neuzeitlichen Geschichtsbegriff auseinandergesetzt: „Der gemeinsame Nenner des modernen Natur- und Geschichtsbegriffs ist der Prozess“, dessen Allgemeingültigkeit jedes Ereignis und Handeln unterworfen ist und diese zu bloßen Funktionen degradiert. Dieses Prozessdenken, das  „alles und alle zu Exponenten erniedrigt“ und das sich „ein Monopol“ auf  Sinn, Bedeutung und Wahrheit aneignet, spielt in allen nationalistischen, populistischen und totalitären Massenbewegungen, wenn auch in unterschiedlichen Ausprägungen, eine maßgebende Rolle. Es tritt an die Stelle des gemeinsamen politischen Handelns der Vielen. Individuelles Verantwortungs- und Urteilsvermögen wird ersetzt durch Administration, durch die Unterwerfung  unter die Stimmigkeit des Geschichtsprozesses, der vollstreckt werden soll. So abstrus und willkürlich die Geschichtskonstruktionen auch sind, ihre Wirkung bleibt davon unberührt. Ein aktuelles Beispiel sind die von Stephen Bannon aufgestellten Geschichtskonstruktionen, auf die Norbert Frei in einem Artikel in der SZ vom 4./5. März 2017 hingewiesen hat.

    Arendts Darstellung und Kritik bezieht sich insbesondere auf die zerstörerischen Auswirkungen derartiger Geschichtsmythen auf alles, was die Konstituierung politischen Handelns ermöglichen kann: die subjektive Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und zu handeln, und die Nähe und Distanz im Anderen zu erkennen und anzuerkennen. Die Zerstörung von Wirklichkeit durch Lügen und „fake news“ könnte in diesem Zusammenhang ebenso thematisiert werden wie die Bedrohung des öffentlichen Diskurses und des für Arendt so entscheidenden Zusammenspiels von Meinungen und Tatsachenwahrheit.

    Hierher gehört auch die grundlegende Bedrohung durch die Erosion von Wirklichkeits- und Wahrheitsauffassungen im Zeitalter der Digitalisierung und Globalisierung. Angesichts dieser in den letzten Jahrzehnten immer manifester werdenden Gefahren, halten wir es für sinnvoll, die politischen Schriften von HA. über Lüge, Macht und Gewalt erneut zu diskutieren und  nach ihrer Bedeutung für die Gegenwart zu befragen.

    Darüber hinaus sind Beiträge willkommen, die Arendts Vorstellungen zur Pluralität im einzelnen herausarbeiten und kritisch untersuchen:

    ̶           Zum Beispiel das, was sie unter „repräsentativem Denken“ versteht. Das repräsentative Denken oder die erweiterte Denkungsart ist ein Konzept, zu dem sich Arendt in ihren veröffentlichten Werken nur vereinzelt geäußert hat. Erst im Denktagebuch und in den Kant-Texten des Nachlasses wird die Frage des re-präsentativen Denkens ausführlicher erörtert. Obwohl Arendt schon sehr früh, d.h. in dem Text „Understanding and Politics“ (1953), am Beispiel von Kants Einbildungskraft das erweiterte Denken anspricht, hat sie ein ganzes Leben gebraucht, bis sie sich wieder diesem Thema zuwandte. Es sollte Gegenstand des dritten Bandes von The Life of the Mind sein.

    ̶         Oder ihre Gedanken zu Sokrates als dem Vertreter einer verlorengegangenen (verborgenen?) Tradition. Seit der frühen Vorlesung über „Philosophy and Politics“ (Notre Dame, 1954) bis zum späten Werk The Life of the Mind hat sich Arendt mit Sokrates befasst und sein Denken und Leben als Ursprung einer Traditionslinie politischen Denkens bestimmt, bei der die Pluralität im Vordergrund steht.

    Die Nummer soll im Frühjahr 2018 erscheinen, die Manuskripte sind bis spätestens 1.10.2017 einzureichen. Einzelheiten zur Beitragseinreichung bitten wir, unserer Webssite (-> „Über uns“) zu entnehmen.

     

    Pluralität / Plurality

    Call for Papers

    When Hannah Arendt wrote her first great book, she was under the impression that totalitarian rule and World War II had brought a historical tradition to an end. She claimed that the continuity of occidental history was “broken” and that this “break in our tradition is now an accomplished fact.” With reference to the Vietnam War and the Watergate affair in her Bicentennial Address in 1975, she declared: “We may very well stand at one of those decisive turning points of history which separate whole eras from each other.”

       In view of the escalating events of recent years—the wars in the Middle East, the threat to human rights, the advance of populist and nationalist movements, and the menacing collapse of the European Union—fears and misgivings are pronounced in current discussions and commentaries suspecting that yet again something may have come to an end: post-war order, as evidenced in the treaties of the European Union and the embodiment of human rights in international relations.

       Arendt attempted in her political theory to find a specific answer to the discontinuities she experienced in her lifetime. She realized that the tradition of Western political thought since Plato had merely treated the notion of human plurality in passing. For her, on the other hand, plurality became the key concept. As Margaret Canovan wrote: “In the course of her own response to the experiences of her time, Arendt augmented the world by one word: the word plurality.” (Hannah Arendt: A Reinterpretation, 1992, p. 281) Or, quoting Arendt from her posthumously published The Life of the Mind: “Plurality is the law of the earth.”

       With our coming issue, we intend to call to mind Arendt’s theoretical achievement, to introduce it to current debates and to turn anew to its many dimensions by suggesting contributions on the following realms:

    Totalitarianism—Populism

                Current populist movements indicate the difficulty of opening a committed community of people, harassed by fear and resentment, to discussions on alternative opinions. Taking totalitarian movements as an example in her book on totalitarianism, Arendt demonstrates convincingly how mechanisms of adapting to the inside and dissociating from the outside world work. Current comments confirm this insight, notwithstanding the diverse if not contentious responses to the question of whether populist movements are totalitarian or not. Argumentative diversity is also a characteristic feature of debates on whether democracy as an institution for the equality of different people can be seen as a critical pole against tendencies of fundamental homogenization. In this context it should be emphasized with Arendt that “Western” societies do not live in pure democracies but rather in republics with strong democratic features, i.e., democratic elections and the possibility of popular referenda. Only in the constellation of republic-democracies can, according to Arendt, plurality be guaranteed. Without plurality, a political space cannot develop, nor can a common world between men emerge. Plurality, however, can never be fully transformed into political law. As Arendt analysed in her writings, plurality remains threatened in democracies by social inequality, by bureaucratization, by public lying and—as French sociologist Didier Eribon in his Returning to Reims from 2013 points out—by the expulsion of lower social strata from political discourse. In Arendt, too, the social question is a point at issue. It seems desirable therefore to take a closer look at the subject areas just mentioned and the situation both of the marginalized and of refugees—situations on which Arendt often reflected.

    Cosmopolitans, human rights, social justice

                After the end of the Cold War and the erection of the International Criminal Court in Den Haag, the cosmopolitan nature of human rights seemed promising in terms of extending and ensuring the basis of their international recognition. Arendt’s demand for the internationally guaranteed right to have rights was acknowledged globally as an inspiring political suggestion. But how is it possible that big politics appears to be increasingly powerless when human rights are at stake and civil society alone shows itself capable of acting? Can it be that the political principle of checks and balances is not sufficiently refined in its present state to guarantee the capacity for action of big politics and its various levels? Does the concept of plurality provide an appropriate tool to scrutinize and “reform” this political principle?

    The myth of history

                In the essays she wrote in 1953 and 1954, which reveal her self-understanding of the basic tenets of political thought, Arendt also tackled the modern concept of history: “The main denominator of the modern concept of nature and history is process” as a universal principle to which all events and actions are subjected, lowering them to mere functions. Such process-based thinking, which degrades everything and everyone to “exponents” and acquires the “monopoly” of meaning and truth, plays a decisive role in nationalist, populist and totalitarian mass movements, albeit of different shades. It replaces the common political acting of the many. The individual faculty of responsibility and judgment is replaced by administration, by submission to the consistency with which the process of history is to be executed. Abstruse and arbitrary as these constructs of history are, their effect remains untouched. The constructs set up by Steve Bannon, to which Norbert Frei refers in a commentary in the Süddeutsche Zeitung (March 4-5, 2017), are a current example.

                   Arendt’s criticism is primarily directed at the destructive consequences of the myths of history about everything that could constitute acting in politics: the personal willingness to take responsibility and to act as well as to perceive and recognize closeness and distance in the other. In this context, possible topicc could be the destruction of reality through lies and “fake news” or indeed the threat to public discourse and the interplay of opinions and factual truths. The general erosion of reality and truth as it appears in the age of digitalization (sorry, it’s digitization, which I learned at the Library of Congress) and globalization is likewise a topic of interest. Considering these dangers, which have gradually become more manifest in recent decades, we think it makes sense to revive the discussion of Hannah Arendt’s work on lies, power and violence, and to consult them for their implications for current discourse.

    In addition, we welcome contributions that concentrate on Arendt’s views of plurality by discussing and critically acknowledging them in detail.

    For example, what was Arendt’s understanding of “representative thinking”? Representative thinking–or enlarged thinking–is a concept Arendt dealt with only occasionally in her published work. In her Denktagebuch and the posthumously published Kant Lectures the question of representative thinking is addressed more extensively. Although in an early text (“Understanding and Politics,” 1954) that takes Kant’s “Einbildungskraft” as an example, Arendt mentions representative thinking, she needed her lifetime to tackle this concept. It was meant to inform the third volume of The Life of the Mind.

    Or Arendt’s thoughts on Socrates as the representative of the lost (hidden?) tradition. Beginning with her lecture on “Philosophy and Politics” (Notre Dame, 1954) and up to her late work The Life of the Mind, Arendt concerned herself with Socrates. She defined his thinking and his way of life as the origin of the line of political thought that focuses on the concept of plurality.

    The coming issue is scheduled to appear in spring 2018. Papers should be submitted by October 1, 2017. Please check our website (à “Über uns”) for details of “Beitragseinreichung (paper submission).”

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  • El País

    2017-03-24

    La banalidad del mal y la terrorífica
    normalidad de los nazis

    Hannah Arendt nos recuerda los peligros de la irreflexión

    Por Jaime Rubio Hancock

    El Lobo es el apodo de Michael Karkoc, un criminal nazi responsable de la muerte de al menos 44 hombres, mujeres y niños en 1944. También es un anciano de 98 años que sigue trabajando en su jardín de Minneápolis, donde vive desde que huyó de Ucrania al final de la Segunda Guerra Mundial más

     

     

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  • Conference

    2017-03-16

    Post-Truth and Politics

    Departing from the thought of Hannah Arendt

    Saturday, 29 April 2017

    ICI Berlin

    In 1967 Arendt published an article on “Truth and Politics” in the New Yorker in response to historical exigencies

    that resonate with those presented today by the so-called “post-truth society.”

     

    While acknowledging the inevitable implication and interminable contest between truth and politics,

    Arendt attempts to make the case for a rigorous separation of truth-telling from political praxis, which is nonetheless

    supposed to operate within the framework afforded by factual and scientific truth. Today, given the intensifying political,

     and especially bio-political, consequence of the sciences, it is no longer clear that such a distinction is tenable.

    Since Arendt wrote, the involvement of politics and epistemology, of power and knowledge, has undergone an intensive

    interdisciplinary investigation, which has transformed the university, especially in the humanities. Interrogating this entanglement

    of truth and politics, we will ask whether it is true, as some have claimed, that the university is responsible for “post-truth”

    on account of the relativism it is now perceived to propagate. Or are such claims themselves symptomatic of

    the problem – fueling the widespread disaffection with established institutions especially those supposed to speak the truth?

     

    As alarm is raised about the attrition of factual truth and the preponderance of “lying in politics,” to cite another essay of Arendt’s,

    we propose to consider the theoretical and historical precedents for such tendencies as well as the significance

    of the cultural and technical changes in the dissemination of news brought about by social media. Beyond the university

    and the media, rational-scientific and factual truth, we may finally reflect on the peculiar kind of truth-telling

    Arendt attributed to poetry.

    An ICI Berlin event in collaboration with Bard College Berlin and the Hannah Arendt Center at Bard College in New York

     

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  • Coming to DVD March 21

    2017-03-13

    VITA ACTIVA: THE SPIRIT OF HANNAH ARENDT, A FILM BY ADA USHPIZ

    See the trailer and further information at Zeigeist Films

    and reviews of the film in The New York Times, The Huffington Post, The Hollywood Reporter

     

    The distribution of the DVD is restricted to the US and Canada region.

     

     

    AN INTERVIEW WITH ADA USHPIZ

    SCREEN DAILY

    By Melanie Goodfellow


     

    Documentary film-maker Ada Ushpiz tells Screen about charting the life and

    fertile mind of a great thinker in her new film

    Vita Activa, The Spirit Of Hannah Arendt.

    When Ada Ushpiz’s timely documentary Vita Activa, The Spirit Of Hannah Arendt,

    exploring the roots and legacy of the legendary philosopher’s thinking, premiered at

    Munich International Film Festival earlier this year it played to a packed-out theatre.

    “There was not a ticket to be had,” says respected film-maker Ushpiz, whose credits

    include Good Garbage, Desert Brides and Detained. Today’s screening at Jerusalem

    Film Festival, where the film is playing in the documentary competition, is also sold

    out.

     

    “They’re not just coming for the documentary,” declares Ushpiz. “They’re also drawn

    by the figure of Hannah Arendt. She remains as popular, if not more popular, than

    when she was alive because she was ahead of her time.”

     

    “She is beyond post-modernism. She was a thinking person. She didn’t subscribe to

    any set doctrine or school of thought but based her writings on experience and what

    was really happening. She had the ability to universalise her personal experience.”

     

    Arendt’s writings, notes the film-maker, have influenced movements as diverse as

    Poland’s Solidarity and the pro-democracy Arab Spring. To this day, they also remain

    a source of inspiration for the Jewish secular movement. The philosopher’s life-long

    defence of the need for a plurality of thought and voices makes Arendt’s work

    particularly timely, Ushpiz adds.

     

    In Vita Activa, The Spirit Of Hannah Arendt, she hones in on Arendt’s early writings,

    focusing in particular on her most famous work, Eichmann In Jerusalem, based on the

    trial of Adolf Eichmann in 1961, for his role as an administrator supporting the

    deportation and extermination of Jews during the Holocaust.

     

    It was in this work that Arendt crystallised her theory about the “banality of evil”,

    stemming from Eichmann’s assertion that he wasn’t guilty because he had simply been

    carrying out orders. “I came to the whole thing because I was intrigued by the idea of

    the banality of evil,” says Ushpiz. “The more I live in this world, the more I believe it is relevant.”

     

    The documentary traces how Arendt’s thinking and writing grew out of her

    experiences growing up in Germany, leaving the country during the rise of the Nazi

    party and subsequently living a peripatetic life across Europe.

     

    She touched down in Prague, Geneva and Paris, and was briefly interned by the

    Nazis in France before fleeing to the US in 1941. This period in Arendt’s life resulted

    in her writings on what it meant to be a refugee.

     

    Her theory that stateless people find themselves “superfluous” to society remains as

    relevant now as it did at the time of its formulation in the late 1940s.

     

    Ushpiz’s film also touches on Arendt’s complex relationship with her philosophy

    professor Martin Heidegger, who was later discovered to be a Nazi sympathiser.

     

    “Her relationship with Heidegger was complicated,” says the director. “Researchers

    have recently come across lectures he gave in 1933 and 1934 while he was the

    rector of the University of Freiburg. He speaks in real Nazi language, it’s really

    terrible.”

     

    Vita Activa intercuts archival audio and video footage of Adolf Hitler and his military

    chief Hermann Göring, 1930s Europe, refugee conveys, the horrors uncovered in

    post-war Europe and the Eichmann trial with contemporary interviews with academics

    who either knew Arendt or have studied her writings in depth.

     

    Arendt’s words on the subject of being a refugee, for example, run over footage of

    people being loaded into lorries, a soup kitchen for Jewish refugees in Paris in the

    1930s and images of Hitler addressing his followers.

     

    Where possible, Arendt’s story is told through her own words, either by an actress

    reading her writings and letters, or through television interviews. “I did a lot of

    interviews but decided in the end it was important for her to tell her own story,

    through her own words, either in interview or her writing,” explains Ushpiz. “She

    writes very emotionally, which is nice.”

     

    Having spent five years researching, financing and producing the documentary,

    Ushpiz says she would like to make a second feature that would examine Arendt’s

    work in the final decade of her life, and its impact in the subsequent decades. “For

    me,” concludes Ushpiz, “the work of her final years was in many ways even more

    interesting.”

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  • Neuerscheinung

    2016-12-12

    Im November 2016 veröffentlichte der Piper Verlag eine ungekürzte und durchgesehene Taschenbuchausgabe von


    Hannah Arendt, Denktagebuch, hrsg. von Ursula Ludz und Ingeborg Nordmann in Zusammenarbeit mit dem Hannah-Arendt-Institut, Dresden. 2 Bde., 1230 S. € 48,00.

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  • Hannah Arendt-Preis

    2016-11-08
    Christian Teichmann ist Hannah-Arendt-Preisträger2016

    Bremen, 15. September 2016

    PRESSEINFORMATION

    Der Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken, der von der Stadt Bremen und der Heinrich-Böll-Stiftung vergeben wird, ist mit 10.000 Euro dotiert. Er wird an Personen verliehen, die mit einer mutigen Intervention das "Wagnis Öffentlichkeit" annehmen.
    Der Preis wird am 2. Dezember 2016 um 18.00 Uhr im Bremer Rathaus überreicht.

    Christian Teichmann hat den Preis für seine herausragenden Forschungen über die Geschichte und Strukturen der sowjetischen Herrschaft in Mittelasien unter Stalin erhalten. Er verfolgt die Institutionalisierung von Machtprozessen und ihr Scheitern. mehr Lesen Sie mehr über Hannah Arendt-Preis
  • Vient de paraître

    2016-10-05

    Cités n°67, 2016

     Hannah Arendt politique

    Avec un texte inédit « Apatridie »

    Marie-Anne Lescourret, Présentation
    Marie-Anne Lescourret et Christian Godin, La condition de l’inhumain
    Michelle-Irène Brudny, Eichmann à Jérusalem ou la controverse interminable
    Fabio Ciaramelli, Hannah Arendt et la portée politique de la loi
    Jean-Marc Durand-Gasselin, Hannah Arendt « jeune conservatrice » : la lecture d’Habermas
    Horst Mewes, L’action politique selon Hannah Arendt
    Christina Schües et Pascal Delhom, Penser et agir
    Isabelle Delpla, Pythie ou témoin ? Arendt, une vision datée de la justice internationale
    Avishag Zafrani, Situations de l’animal laborans

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  • Call for Papers "Arendt Studies"

    2016-09-23

    For the first volume of

    Arendt Studies

    Arendt Studies is a peer-reviewed journal devoted to the study of the life, work and legacy of Hannah Arendt. It publishes original research articles, review essays and books reviews, and welcomes contributions from all relevant areas, including philosophy, politics and international relations, history, Jewish studies, women’s and gender studies, postcolonial theory, and literary theory. The Journal is particularly interested in the philosophical dimensions of Arendt’s work and how they might illuminate pressing issues in philosophy, politics and society today.

    The editors are now accepting submissions for the first volume of Arendt Studies, which is scheduled to appear in the fall of 2017.  See the Arendt Studies website for information on submission procedures:

    https://www.pdcnet.org/arendtstudies

    Articles that appear in the first volume of Arendt Studies must be submitted no later than

    February 15, 2017.


     

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  • Neuerscheinung zu Arendts Methode des Denkens

    2016-09-12
    The Wandering Thought of Hannah Arendt

    Hans-Jörg Sigwart

    Palgrave Macmillan UK, 2016

    This book interprets Hannah Arendt’s work as a “wandering” type of political theory. Focusing on the sub-text of Arendt’s writings which questions “how to think” adequately in political theory whilst categorically refraining from explicitly investigating meta-theoretical questions of epistemology and methodology, the book characterizes her theorizing as an  oscillating movement between the experiential positions of philosophy and politics, and by its distinctly multi-contextual perspective. In contrast to the “not of this world” attitude of philosophy, the book argues that Arendt’s political theory is “of this world”. In contrast to politics, it refrains from being “at home” in any particular part of this world and instead wanders between the multiple horizons of the many different political worlds in time and space. The book explores how these two decisive motives of Arendt’s theoretical self-perception majorly influence her epistemological, methodological and normative frame of reference and inspire her understanding of major concepts, including politics, judgment, understanding, nature, and space. More      

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  • Neuerscheinung - zur Krise Europas

    2016-09-01

    Wolfgang Heuer

    Föderationen -

    Hannah Arendts politische Grammatik des Gründens

    Leinebögen 5, Hannover 2016

    34 S., 6,- EUR

     Inhalt

    1. Europa erinnern

    Das erste halbierte Erbe: Résistance ja, aber keine neue Staatsform der Räte

    Das zweite halbierte Erbe, der Föderalismus

    Arendts verborgener Dialog mit dem integralen Föderalismus

    2. Die Fallen des Nationalstaates 

    Nationalstaat und Souveränität

    Macht ohne Souveränität

    3. Das Scheitern föderaler Pläne und die Folgen                                                                   

    Ein binationales Palästina

    Eine französisch-algerische Föderation

    Eine westafrikanische Föderation

                                                                                          

    Zu bestellen bei : Hannah-Arendt-Bibliothek Hannover

    bib@ha-bib.de 

    (plus Portokosten)

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  • Neuerscheinung

    2016-07-04

    Rainer Miehe

    Jenseits und diesseits der Herrschaft

    Thomas Hobbes' politische Philosophie im Urteil Hannah Arendts

    Verlag Traugott Bautz 2015

     

    Thomas Hobbes gilt als einer der bedeutendsten politischen Theoretiker der Neuzeit. Seine auf dem Vertragsmodell beruhende Herrschaftsbegründung durch den Staat ist immer wieder Gegenstand von Untersuchungen. Im vorliegenden Buch wird die Rezeption durch Hannah Arendt in den Vordergrund gestellt. Arendt gehört zu den Kritikern des Herrschaftsdenkens. Ihr originelles Denken des Politischen stellt eine Art Gegenentwurf zu Hobbes dar. Ob dieser tragfähig ist, will der Autor Rainer Miehe ausführlich erläutern.

    Rainer Miehe, Jahrgang 1958, Dr. phil, arbeitete von 1996-2005 als Lehrbeauftragter am Institut für Politische Wissenschaft der Leibniz Universität Hannover und ist heute Dozent für die Fächer Politik sowie Ethik in verschiedenen Institutionen.

     

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  • Neuerscheinung

    2016-04-26
    Anne Bertheau

    »Das Mädchen aus der Fremde«: Hannah Arendt und die Dichtung

    Rezeption – Reflexion – Produktion

    transcript 2016


    »Gedichtetes Wort, ist Stätte nicht Hort« - Hannah Arendt ist berühmt als Historikerin, bekannt als politische Theoretikerin und als Philosophin. In den letzten Jahren hat auch das wissenschaftliche Interesse an Arendts Verhältnis zur Kunst zugenommen. Hymnisch schrieb sie über die Dauerhaftigkeit von Dichtung, über Sprache als Metapher und als Kommunikation, über den kreativen Prozess, bei dem sich der Dichter auf den Pfad der Zeitlosigkeit begibt. Gleichzeitig verfasste Hannah Arendt selbst Gedichte (Piper-Verlag, 2015). Anne Bertheau analysiert zum ersten Mal systematisch Arendts Verhältnis zur Dichung: ihre Rezeption verschiedener Lyriker, ihre theoretische Reflexion zur Dichtung und die Produktion ihrer eigenen Lyrik.

    Anne Bertheau (Dr. phil.), geb. 1971, verfasste ihre Doktorarbeit zu Hannah Arendt und Dichtung an der Universität Paris IV, Sorbonne. Sie legte ihr Diplom 2010 ab. Sie forscht zu Hannah Arendt sowie zu dem Revoltebegriff bei Albert Camus (DAAD-gefördert).

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  • Neuerscheinung

    2016-04-04

    Ivana Perica, Die privat-öffentliche Achse des Politischen: Das Unvernehmen zwischen Hannah Arendt und Jacques Rancière. Königshausen & Neumann, Epistemata Philosophie. Bd. 558, 2016

    Trotz des anscheinenden Verlusts der tradierten Dichotomie von Privatsphäre und Öffentlichkeit lässt sich beobachten, dass Begriffe ‚privat‘ und ‚öffentlich‘ keinesfalls aus dem Gebrauch gekommen sind. In den gegenwärtigen Debatten werden sie vielmehr auch für die Linke bestimmend. Angesichts der gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Umlagerung sowohl des Privaten als auch des Öffentlichen werden in der vorliegenden Studie einzelne einander entgegenstehende linke und liberale Positionen beleuchtet. Mehr

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  • Der letzte Sommer

    2015-08-13

    Süddeutsche Zeitung, 12. August 2015

    Von Lothar Müller

    Von Ende Mai bis Ende Juni 1975 sichtete Hannah Arendt im Deutschen Literaturarchiv in Marbach die Briefe ihres Lehrers Karl Jaspers. Jetzt ist eine schmale, aber gehaltvolle Studie über ihre Marbacher Wochen erschienen.

     

    Das Staunen, was alles in einer Momentaufnahme stecken kann, gehört auch zur Lektüre jener schriftlichen Momentaufnahmen, die in den historischen Disziplinen "Miszellen" genannt werden. Ulrich von Bülow, Leiter der Handschriftenabteilung im Deutschen Literaturarchiv in Marbach, hat jetzt eine solche über die Wochen vom 30. Mai bis zum 30. Juni 1975 publiziert, die Hannah Arendt während ihrer letzten Europareise in Marbach verbrachte.

    Arendt steht darauf zwischen Martin Heidegger, dem sie 1969 empfohlen hatte, das Manuskript von "Sein und Zeit" und andere Schriften nach Marbach zu verkaufen, und ihrem zweiten Lehrer, Karl Jaspers. Heidegger lebte noch, ihm widmete sie Anfang August 1975 einen deprimierenden Besuch. Jaspers war 1969 gestorben, mit seiner Frau Gertrud, die jüdischer Herkunft war und 1974 starb, unterhielt Arendt eine enge Freundschaft. In ihrem Testament hatte Gertrud Jaspers alle Briefe ihres Mannes Hannah Arendt überantwortet. Die Sichtung der Briefe prägte die Wochen in Marbach.

    Figuren aus dem Archiv gehören mit zum Bild, darunter Ludwig Greve, auch er Exilant, nun Leiter der Marbacher Bibliothek. Seine autobiografischen Schriften und Briefe, 2013 bei Wallstein erschienen, sind eine ideale Parallellektüre. Amerikanische Freunde wie die Autorin Mary McCarthy und der Philosoph Jesse Glenn Gray, der eine Heidegger-Auswahl plante, besuchten Arendt in Marbach, sie selbst traf sich mit jüdischen Emigranten, die nach Deutschland zurückgekehrt waren. Es war ihr letzter Sommer, sie starb Anfang Dezember 1975 in New York.

    Ulrich von Bülow: Hannah Arendt in Marbach. Spuren 105, Marbach 2015. 16 S., zahlr. Abb., 4,50 Euro.

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  • Cuban artist to stage new political project in Havana following arrest

    2015-06-20

    Tania Bruguera, who has had her passport confiscated after planning a free-speech performance in Revolution Square, is due to host a 100-hour reading of the book The Origins of Totalitarianism ahead of the city's biennial

    The Art Newspaper

    About her detention after the reading

    Art Review

    A documentation of her reading and an interview with the artist (on Spanish) at BP.15  The First Argentine Performance Biennale

     Photo by Kate Flint

     

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  • Neuerscheinung

    2015-05-29

    Schulze, Anna: Hannah Arendt und die Aporien der Menschenrechte

    Working Paper Nr. 5, März 2015

    Arbeitsbereich Politische Theorie und Ideengeschichte, Freie Universität Berlin

     

    In der Working-Paper-Reihe stellt der Arbeitsbereich Politische Theorie und Ideengeschichte des Otto-Suhr-Instituts Arbeiten vor, die sich mit aktuellen Debatten und diskussionswürdigen Begriffen dieses Themenfeldes auseinandersetzen. Die aus herausragenden Abschlussarbeiten hervorgegangenen Beiträge sollen jungen Wissenschaftlern ein Forum für Veröffentlichung bieten und Außenstehenden einen Einblick in aktuelle Forschung im Kontext des Arbeitsbereichs gewähren.

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  • Neuerscheinung

    2015-02-23
    Hans Blumenberg: Rigorismus der Wahrheit. »Moses der Ägypter« und weitere Texte zu Freud und Arendt

    »Moses der Ägypter« ist ein Text von Hans Blumenberg, in dem dieser sich mit zwei prägenden Figuren der Geistesgeschichte des 20. Jahrhunderts beschäftigt: Sigmund Freud und Hannah Arendt. Entstanden Ende der 1980er Jahre, aufbewahrt in der Mappe »Unerlaubte Fragmente«, gehört er zu den vielleicht spektakulärsten Stücken aus dem Nachlass des Philosophen.

    Suhrkamp 2015

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  • Goethe-Institut Peking

    2015-01-14
    VITA ACTIVA
    Hannah Arendts politisches DenkenPhilosophie
    19.01.2015 19:00 Uhr
    Page One Bookshop (1-2F, Taikoo Li Sanlitun,No.19 Sanlitun Road, Chaoyang District, Peking)
    Eintritt Frei
    Deutsch, Chinesisch

    Veranstalter: Goethe-Institut China, Page One,  Social Sciences Academic Press
    Sprecher: Wolfgang Heuer, Chen Wei
    Moderatorin: Wang Ge

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  • Hannah Arendt-Workshop

    2015-01-14
    Reflexionen über die moderne Gesellschaft

    Die Konrad-Adenauer-Stiftung Shanghai veranstaltet am 21. Januar 2015 aus Anlass der Veröffentlichung einer chinesischen Ausgabe des „Arendt-Handbuchs: Leben - Werk - Wirkung“ einen internationalen Expertenworkshop in Shanghai mit

    DUAN Qigang; Dr. HEUER, Wolfgang; Prof. WANG Wensheng; LIU Qing; WANG Yinli; DING Yun; SUN Lei; CHEN Lianying; LI Shiping

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  • Hannah Arendt: Key Concepts

    2014-02-11

    Hannah Arendt: Key Concepts explores the central ideas of Arendt’s thought, such as freedom, action, power, judgement, evil, forgiveness and the social. Bringing together an international team of contributors, the essays provide lucid accounts of Arendt’s fundamental themes and their ethical and political implications. The specific concepts Arendt deployed to make sense of the human condition, the phenomena of political violence, terror and totalitarianism, and the prospects of sustaining a shared public world are all examined.

    Hannah Arendt: Key Concepts consolidates the disparate strands of Arendt’s thought to provide an accessible and essential guide for anybody who wishes to gain a deeper understanding of this leading intellectual.
     
    Further details can be found on our website

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  • Hannah Arendt „Macht und Gewalt"

    2013-10-09

    Ab dem Abiturjahrgang 2014 gehört Hannah Arendts Essay „Macht und Gewalt“ zu den Vorgaben für das Philosophie-Zentralabitur in NRW innerhalb des Rahmenthemas Probleme von Politik, Recht, Staat und Gesellschaft. Im Mittelpunkt steht die begriffliche Unterscheidung zwischen Macht und Gewalt – sie wird den Schülerinnen und Schülern verständlich und ihre Intention transparent gemacht. Mehr

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  • Neuerscheinung: Biografie des Feldwebels Anton Schmid

    2013-09-02

    Wolfram Wette,

    Feldwebel Anton Schmid. Ein Held der Humanität.

    Fischer Verlag, Frankfurt am Main.

    312 Seiten. 24,99 Euro.

    Hannah Arendt berichtet über Anton Schmid in ihrem Buch Eichmann in Jerusalem, siehe dazu auch in HannahArendt.net unter „Archiv“ / 2001 / Bd. 4 Hannah Arendt Newsletter / Reports: „’Ich konnte nicht denken und half ...’. Anton Schmid, einer der ‚Gerechten unter den Völkern’, wurde geehrt“.

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  • Arendt-Heidegger-Briefe

    2013-09-02

    Als Bd. 59 sind in der „Roten Reihe“ des Verlages Klostermann die Arendt-Heidegger-Briefe als vierte (gegenüber der 3., durchgesehenen und erweiterten Auflage, 2002) unveränderte Auflage in einer kartonierten Ausgabe erschienen:

    Arendt, Hannah / Heidegger, Martin:

    Briefe 1925 bis 1975 und andere Zeugnisse.

    Aus den Nachlässen herausgegeben von Ursula Ludz.

    440 Seiten. 28,00 Euro.

    ISBN 978-3-465-04196-2

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  • Timothy Snyder ist Hannah-Arendt-Preisträger 2013

    2013-08-29

    „Der Massenmord trennte die jüdische Geschichte von der europäischen und die osteuropäische von der westeuropäischen. Mord erschuf keine Nationen, aber er bewirkt Jahrzehnte nach dem Ende des Zeitalters der Massenmorde immer noch ihre geistige Separierung.“ (Timothy Snyder, Bloodlands)

    Der diesjährige Preisträger Timothy Snyder ist Housum Professor of History an der Yale University. In seinem Buch „Bloodlands. Europa zwischen Hitler und Stalin“ habe Snyder, so urteilte die Jury, ein vergessenes und verdrängtes Kapitel  der europäischen Geschichte aufgeschlagen, über das Europa über ein halbes Jahrhundert nach dem Geschehen noch immer uneins sei.

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  • Claude Lanzmann über seinen neuen Film „Der letzte der Ungerechten“

    2013-05-28

    Aus einem FAZ-Interview am 27. Mai 2013:

    Auch Hannah Arendt äußerte sich sehr negativ über die Judenräte.

    Sie war für mich der zweite Grund, diesen Film zu machen, eine alte Geschichte. Ich lasse Adolf Eichmann in einem total neuen Licht erscheinen. 1962 hatte ich mich kaum für den Prozess in Jerusalem interessiert. Später begriff ich, wie schlecht er geführt worden war. Von Ignoranten und Dilettanten. Ben Gurion hatte ihn gewollt, gewissermaßen als Gründungsakt des Staates Israel. Es war ein schmutziger Prozess. Hannah Arendt, die ihn von weitem verfolgte, hat viel Schwachsinn über ihn geschrieben. Die Banalität des Bösen ist vor allem die Banalität der Schlussfolgerungen von Frau Arendt. Eichmann war kein blasser Bürokrat, sondern ein Teufel, ein fanatischer Antisemit, gewalttätig, korrupt." Mehr

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  • Ambivalenzen der Ordnung

    2013-03-11

    Der Staat im Denken Hannah Arendts

    Schulze Wessel, Julia; Volk, Christian; Salzborn, Samuel (Hrsg.)

    Heidelberg 2013

    Erscheinungstermin: 24. April 2013

    Der Inhalt

    • I. Zusammenbruch des Nationalstaates

    • II: (Un-)Ordnungsdenken

    • III. Jenseits des Staates. Politische Ordnung jenseits des Nationalstaats

    Mit Beiträgen von Michal Aharony, Seyla Benhabib, Jürgen Förster, Julia Honkasalo, Karuna Mantena, Katrin Meyer, Stefanie Rosenmüller, Samuel Salzborn, Julia Schulze Wessel, Thorsten Thiel und Christian Volk.

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  • Anlässlich des Films "Hannah Arendt" von Margarethe von Trotta:

    2013-01-10

    Das Buch zum Film:

    Hannah Arendt: Ihr Denken veränderte die Welt

     

    Die Kunst, das Denken zu spielen

    von Christiane Peitz

    Der Tagesspiegel, 8.1.2013


    Die Naivität der Hannah Arendt. Warum das Böse nicht banal ist.

    von Konstantin Sakkas

    Deutschlandradio Kultur, 10.1.2013

     

    Gedanken im Brennspiegel

    von Rainer Gansera

    Süddeutsche Zeitung, 10.1.2013

     

    Die Leidenschaft des Denkens

    von Micha Brumlik

    Die Tageszeitung, 10.1.2013

     

    Selbst denken macht Freunde

    von Bert Rebhandl

    Frankfurter Allgemeine, 11.1.2013

     

    Selbst denken macht einsam

    Ein Gespräch mit Edna Brocke, der Großnichte der Philosophin

    Frankfurter Allgemeine, 14.1.2013

     

    Hannah Arendt, Adolf Eichmann, Martin Heidegger und der Zivilisationsbruch von Auschwitz

    von Rüdiger Suchsand

    Telepolis, 11.1.2013

     

    Hannah Arendt - a film by Margarethe von Trotta

    David Owen

    Hannah Arendt Center, Bard College, 1/13/2013 

     

    Die Kunst, das Denken zu filmen

    Schauspielerin Barbara Sukowa und Regisseurin Margarethe von Trotta sprechen übr Hannah Arendt.

    Die Zeit, 10.1.2013

     

    Ist das Böse wirklich banal?

    von Thomas Assheuer

    Die Zeit, 10.1.2013

     

    Wie ein Fels im Shitstorm

    von Christoph David Piorkowski

    Süddeutsche Zeitung, 17.1.2013

     

    Hannah-Arendt-Film: Eine Geschichte intellektueller Redlichkeit

    von Marianne Zepp

    Heinrich Böll-Stiftung, 17.1.2013

     

    Hannah Arendt: Politisches Denken auf der Leinwand

    von Maike Weißpflug

    Theorieblog.de, 31. Januar 2013

     

    Ministerpräsident im Stuttgarter Kino

    Kretschmann trifft Hannah Arendt

    von Reiner Ruf

    Stuttgarter Zeitung 9.2.2013

     

    Frau von Trottas verunglückte Hannah Arendt

     von Boris Blaha

    Hannah-Arendt-Blog, 3.3.2013

     

    Arendt im Kino

    von Helmut König

    Merkur, Heft 04/April 2013

     

    “Hannah Arendt” and the Glorification of Thinking

    Posted by Richard Brody

    The New Yorker, May 31, 2013


    Misreading ‘Eichmann in Jerusalem’

    By ROGER BERKOWITZ

    The New York Times, The Opinion Pages, July 7, 2013

     

    "Hannah Arendt", o filme de Von Trotta

    Celso Lafer

    O Estado de São Paulo, 21 de Julho 2013

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  • Drei Bände mit Essays von Hannah Arendt wieder im Piper Verlag erhältlich

    2012-10-30

    Im Oktober 2012 erschienen als Taschenbuch:

    Hannah Arendt, Zwischen Vergangenheit und Zukunft. Übungen im politischen Denken I sowie In der Gegenwart. Übungen im politischen Denken II; beide mit neuem Satzspiegel, jedoch unverändert gegenüber den Ausgaben von 1994 (TB 21421) bzw. November 2000 (TB 22920), jedes zum Preis von € 10,99. Im Mai 2012 war bereits eine Neuauflage (ebenfalls mit neuem Satzspiegel) des Essaybandes Menschen in finsteren Zeiten veröffentlicht worden (€12,99).

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  • Hannah Arendt: política, violencia, memoria

    2012-10-18

    Laura Quintana, Julio Vargas (eds.)

    Universidad de los Andes (Bogotá, Colombia)
    Facultad de Ciencias Sociales-CESO, 2012

    152 páginas, 14,86 EUR

    Los artículos que conforman este libro son resultado de la reelaboración y ampliación de las ponencias inéditas que cada autor presentó en el Simposio Hannah Arendt: Política, Violencia y Memoria, realizado en el marco del III Congreso Nacional de Filosofía, que tuvo lugar en la Universidad del Valle (Cali), del 19 a 22 de octubre de 2010.

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  • Neuerscheinung

    2012-08-16

    Politische Existenz und republikanische Ordnung im Denken von Hannah Arendt

    Herausgegeben von Prof. Dr. Karl-Heinz Breier und Dr. Alexander Gantschow

    2012, ca. 277 S., brosch., 29,– €

    ISBN 978-3-8329-5350-8

    (Staatsverständnisse, Bd. 48)

    Angesichts moderner Weltentfremdung erörtert Hannah Arendt die Herausforderungen, die mit einer Lebensweise der Freiheit verbunden sind. Als AnwaÅNltin des Politischen verknüpft sie unsere humane Selbstsorge mit einer republikanisch inspirierten „Sorge um die Welt“. Mit Arendt wird klar: Politische Existenz und republikanische Ordnung bedingen sich wechselseitig.

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  • Margarethe von Trotta: Hannah Arendt

    2012-07-29

    Special presentation at the Toronto International Film Festival Sept. 6 - 16, 2012

    "The great Barbara Sukowa stars in Margarethe von Trotta's fascinating biography of the influential philosopher and political theorist, whose reporting on the 1961 trial of ex-Nazi Adolf Eichmann led to her famous concept of the ’banality of evil'."

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    Margarete von Trotta on Hannah Arendt: ”Turning thoughts into images"

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  • Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken 2012

    2012-07-24

    geht an die Historikerin Yfaat Weiss


    Foto: Hamburger Edition - Verlag des Hamburger Instituts für Sozialforschung 

    Die diesjährige Preisträgerin Yfaat Weiss ist Historikerin an der Hebräischen Universität in Jerusalem. Frau Weiss, so urteilte die Jury, schärfe den Blick für den ungewöhnlichen Verlauf der israelischen Geschichte und für das zivilgesellschaftliche Potential, das in ihrem Land vorhanden sei: „Durch ihre Forschungen öffnet Frau Weiss den Blick für ein neues Denken über das Zusammenleben von ethnischen Gruppen und Minoritäten in Israel.“

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  • Rethinking the Right to have Rights in a Globalized World

    2012-07-24

    Panel at the XXIInd World Congress of Political Science in Madrid, July 8-12, 2012

    Participants were:

    Andrew Buchwalter: "Universal Human Rights, Social Membership, and Historicity:Hegel and 'the Right to Have Rights'”

    Waltraud Meints-Stender: "Nation States and Human Rights"

    Zoran Kurelic: "Is the Global Revolution Desirable for Arendt?"

    Cristina Sánchez: "Rethinking the Right to have Rights in a Cosmopolitan Way"

    Wolfgang Heuer: "The UN Global Compact and its Contribution to the Human Rights"

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  • Mit Hannah Arendt in die Postmoderne – EU-Kommission diskutiert mit Netzphilosophen

    2012-07-24

    Welche Herausforderungen bringt der digitale Wandel mit sich? Im Spannungsfeld zwischen dem Ideal des mündigen digitalen Bürgers und der Frage nach den Folgen für die Politik sucht die EU- Kommission nach neuen Ideen. Mit der Absicht, den Wandel aktiv mitzugestalten, luden die OnLife-Initiative der EU-Kommission und das Internet und Gesellschaft Co:llaboratory zu einem Workshop in Berlin ein.

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  • In Memoriam

    2012-01-15

    Elisabeth Young-Bruehl (03/03/1946 – 01/12/2011)

    On Thursday the 1st of December 2011, on her way home from a concert with her wife Christine Dunbar, Elisabeth Young-Bruehl suffered a pulmonary embolism and died soon afterwards in hospital.

    In an interview a week later, the feminist philosopher Rosi Braidotti summarized poignantly how most of us first encountered Elisabeth: “When I read the Arendt biography I was stunned by the portrait of such a great woman. But it immediately became clear to me that there was another great woman there, the author of this amazing book, Elisabeth Young-Bruehl herself“ (http://elisabethyoung-bruehl.com/wp-content/uploads/2011/12/OBIT-ELISABETH-YOUNG-BRUEHL_2447339.mp3). This is a striking observation, because in her two monumental biographies (one on Hannah Arendt and one on Anna Freud) Elisabeth wrote with an erudite and contained voice, not putting herself on the stage she laid out for her subjects. However, in a subsequent essay collection entitled Subject to Biography (1999), Elisabeth gave a highly interactive account of the biographer's experience which also provided a sketch of her general theory of the self: a dialogical structure between subject and object of biography, replicated within the mind itself, provided the base for the narrative. As Rosi Braidotti observed, Elisabeth was right there on the pages of her biographies, because they outlined what had been integrated into her very own character.

    Elisabeth was born on the 3rd of March 1946 at Branwood, her mother's family's estate in Maryland. The dairy farm had been in the Scottish Presbyterian family for more than two centuries. Elisabeth was named after her grandmother Elisabeth Bulkley Smith Williams, who came from a much more urban and urbane background. Her ancestors descended from Mayflower pilgrims and resided in Brooklyn, where her great-grandfather Cyrus Porter Smith had been the first elected mayor and helped establish the public school system. Elisabeth Young-Bruehl's mother Lois married a man from Virginia, a 1936 Olympian athlete, Herbert Gibbons Young, who was enrolled in the Marine Corps. Soon after their wedding he left for the war: he was the only member of his unit to survive. Elisabeth grew up in Newark, Maryland, where her father worked as a golf teacher and pursued all sorts of sporting activities. Her mother ran the household, which also consisted of Elisabeth's older brother and younger sister. At the same time, Lois Young took up acting and provided the cornerstones for Elisabeth's education. For her sixteenth birthday, she gave Elisabeth a photo book by Steiglitz, entitled The Family of Man, and joked: “Being a good member of a single family is very difficult, being a good member of the human family verges on the impossible, but you must try.”

    Elisabeth started studying poetry writing at Sarah Lawrence College, but dropped out into the counterculture scene of New York in the 60s. At the émigré-run New School she found the kind of cosmopolitan education she desired and resumed her studies. She went on to be Hannah Arendt's only ever PhD student. After her initial proposal – tracing Persian Zoroastrian influence on the Presocratic philosophers – was deemed “revolutionary if right, but unfortunately wrong” by her supervisor, she wrote her dissertation on the work of Karl Jaspers and completed it in 1974. The year after, while Elisabeth was teaching philosophy in the Humanities Program at Wesleyan College, Hannah Arendt's death hit her at a time when her life was already difficult. After divorcing her husband, Elisabeth's mother had suffered a psychotic episode and was temporarily hospitalized (she eventually recovered and found a second spouse in Ernest Sutton with whom she lived in a truly happy marriage until her death, aged 89, in October 2011). It was Arendt's friend and (together with Mary McCarthy) literary executor Lotte Köhler who bestowed on Elisabeth the task of writing what became the definite biography. For the Love of the World (1982) was immediately acclaimed by critics and won, among other prizes, the first Harcourt Award. Elisabeth was then asked by the Vienna-born Lottie Newman whether she would write another life: that of Anna Freud. With a little prompting from her psychoanalyst Hans Loewald, she set herself to the task, which was complicated by the fact that she found this women far less akin to herself in character. She was also not expected to breach the silence about the lesbian nature of her subject's “Boston Marriage” with Dorothy Burlington. Anna Freud. A Biography appeared in 1988.

    Elisabeth, who had started training as a psychoanalyst herself, went on to write a collections of essays, Mind and the Body Politic (1989) which dealt with “aftereffects” and “metareflections” of writing those two monumental biographies. The pieces collected in it contained more personal reflections on her subjects as well as fascinating further philosophical discussions especially of Arendt's later work. A first book exploring characterology – Creative Characters (1991) – had gone without much critical acclaim, but its sequel, the Anatomy of Prejudices (1996) won great attention and the Association of American Publishers' Best Book Award in psychology. It carefully traced the intersectionality of discrimination – the different structures of antisemitism, sexism, racism and homophobia as well as their different modulations according to which character type used them as defensive mechanism. Elisabeth opened her own psychoanalytic practice and moved from Philadelphia to New York. She also spent several years parenting one of her nephews –  who just made her a proud step-grandmother last year.

    The other main strand of Elisabeth's theorizing, an elaboration of ego-psychology, was first presented in her book Cherishment: A Psychology of the Heart (2000; co-authored with her partner of the time, Faith Bethelard). She further explored this theme in several of the essays that comprised the wonderful 2003 collection Where Do We Fall When We Fall in Love. While Cherishment had been an attempt to counter the androcentric academic tone even stylistically, feminism was a core concern throughout all of Elisabeth's writing. Like Juliet Mitchell (who later became a close friend), Elisabeth advocated the reconciliation of feminism and Freudian psychoanalysis and lobbied against the more-or-less latent homophobia within both. But her emancipatory perspective didn't end with the negative work of criticizing sexism, but also envisioned a revolutionary change of the whole culture towards caring instead of punishing, receptivity instead of aggression, communication instead of competition and equality instead of authority.

    In recent years, all of these themes reappeared. Elisabeth wrote a shorter volume on Arendt, Why Arendt matters (2006), which was at the same time an introduction to Arendt's work and a manual for the education of young citizens.

    She carefully prepared what she saw as the third chapter of her life – retiring from her practice, moving to Toronto, building two shared households (one in town and one in the Ontario countryhouse, a beautifully converted former school house) with her new spouse Christine. She joined the Canadian Green Party, but remained in touch with US politics via the blog-project “www.whosafraidofsocialdemocracy.com”, a weekly commentary that amounted to nothing less than giving psychoanalysis to the troubled political psyche of Elisabeth's native country. Together with Christine, she created another piece on the history of psychoanalysis: the beautifully designed time line of the century since the appearance of Freud's Traumdeutung (demonstrated and available at: http://www.cavershamproductions.com/general/100-years-a-timeline.html). Having found and constructed an ideal space to resume her theoretical work, Elisabeth completed her book Childism, which will be published by Yale University Press this January – Elisabeth had just sent out invitations for the book launch party a couple of days before her death. Childism provides what she regarded as the fundamental missing piece of her work on prejudice and extends her developmental theories. According to its analysis, much of the violence distorting the growth and development of children in some societies – including ours – springs from misconceptions of what they and their needs are. Instead of being conceived as new beginnings, children are cast as property, competitors or copies of their caretaker's selves, thereby deprived of the conditions that would enable their flourishing – first of all, a systematic and democratic education. The next great task, dedicated to another advocate of “good care” had already been taken up: Elisabeth was appointed to be the general editor of the D. Winnicott papers.

    Elisabeth cultivated a large terrain of topics, weaving thematic threads back and forth between Philosophy, Politics and Psychology. Like a true enlightenment thinker, she disciplined herself to write with the utmost clarity and accessibility and, with her appreciation for socratic dialectics, avoided ever putting something in print that she hadn't tried out in conversation. In a characterization of independent thinking by means of Arendt's example, Elisabeth outlined what was to become so true of herself:

    “The creative tension of thinking as partnership has its corollary in a restlessness and need to go from one focus to the next, to grow always taking fundamental ideas and commitments into fresh arenas, topics, media, cultural fields, or parts of the library. The independent-minded are foxes, to use Isaiah Berlin's Shakespearean analogy, not hedgehogs, they are explorers, not so much interdisciplinary as extradisciplinary, and the charge most frequently brought against them is that they venture into specialized areas without being specialists, that they are dilettantes, which they are, except that their freshness and lack of any sense of possessiveness over the territory usually puts them on a level far beyond what most experts achieve.” (Subject to Biography, p. 158)

    Elisabeth's own independent-mindedness is perhaps best proven by the fact that she embraced and pursued precisely those topics and movements that Arendt herself repudiated most categorically: feminism and psychoanalysis. But there is an underlying continuity that Elisabeth herself stressed. Having revealed in her biography of Arendt the centrality of amor mundi, a love for and trust in the shared world of human relations, Elisabeth continued the trajectory Arendt proposed in her late work The life of the mind. While Arendt had attempted to give a phenomenology of the activities crucial to uphold a responsible and political relation to the world, Elisabeth pushed for their precarious conditions. In her “trancendental Arendtianism” she not only enquired which psychological factors distorted judgement – the defensive mechanisms evident in prejudices –  but also enquired into the positive resources enabling and sustaining responsible love for the world in individual people.

    According to Elisabeth, the two fundamental forces underlying a mature and joyful amor mundi are “amae” and “eros”, ego- and id-instinctual love. She developed the dual drive theory of hunger and sex that Freud had dropped in favor of the Eros-and-Thanatos-model. In the signature essay of the 2003 collection, “Where do we fall when we fall in love”, she illustrated the two forces in suggestive mythological terms. Narcissus in his irresistible beauty, overwhelmed by the desire to duplicate himself, stands for the power but also for the tendency to self-enclosure of sex. What keeps the ego alive and open is the original other-relatedness of “hunger”. Elisabeth found the best description of this hunger, as ego-instinctual drive, in the work of the psychoanalyst Takeo Doi, who translated the Japanese concept of amae as the “expectation to be sweetly and indulgently loved” – rendered as “cherishment” in Elisabeth's own terminology. The classical image Elisabeth chose to symbolize the ego-drive's flourishing is borrowed from Ovid's rendition of Philemon and Baucis:

    “Jupiter and his son Mercury, so the story goes, came to earth disguised as mortals and wandered in the Phrygian Hills, expecting to be received hospitably, which is the social equivalent of being sweetly and indulgently loved. At house after house, they were turned away, until they came to the cottage where an old couple, Baucis and Philemon, unhesitatingly, without enquiring who they were, took them in, laid out bedding on a willow couch, set about preparing them simple but delicious food, and engaged them in conversation while the meal was heating (…). The old couple do the hospitality tasks together. Not only are there no servants in their house, but neither is servant to the other. And they do not make themselves servants to their guests – they talk with them, showing them friendship as equals.” (Where Do We Fall When We Fall in Love?, p. 13)

    Now, anyone who ever experienced Elisabeth's hospitality will have to pause over this passage.

    Teamed with Christine, Elisabeth featured the ultimate embodiment of this kind of ideal hospitality (though with a slightly less balanced share of cooking, as Elisabeth's contribution to homemaking was mostly based on supplies from her favorite hardware shop). Theirs was a less frugal style, there would have been music along with the pre-dinner-talk and neither of them had lost the shine of what, in Narcissus, is attributed to youth. Elisabeth's overwhelming generosity and pleasure in sharing was just as refined in its receptive capacity. While she most clearly forbade false modesty on the part of the recipient of her gifts (“Don't fuss. Enjoy.”), she herself was wonderfully spontaneous and curious in accepting invitations and offerings herself. She celebrated friendship. And just as true hospitality wouldn't merely share the food but prepare the most excellent treats for guests, the sharing of the soul in friendships, in the Aristotelean mode Elisabeth practiced, meant to grow into your very best self to display this to the others and bring about in them what was most praiseworthy. “Amicitia anima una” was the line with which Elisabeth dedicated her Mind and the Body Politic to her lifetime friend and confidant Jerome Kohn (who was Arendt's last research assistant and became the general editor of her estate). Unlike Aristotle, though, Elisabeth would never have thought that the completion of this journey was one where a person, as a perfected virtuous character, didn't need others any more. For her, the essence of a person always remained relatedness.

    Besides the fulfillment of human needs for cherishment, Elisabeth saw such relatedness as the  foundation of “good judgement”. She dedicated herself to embody what Arendt hinted at with her interpretation of Kant's sensus communis. To educate our sense of judgement, we need to send our imagination “on visits”. Only through intense cosmopolitan communication can we learn to anticipate the opinion and perspective of others, amending our own judgement by weighing it against theirs in the agora of our minds.

    Elisabeth's unique passion for the plurality experienced in communication was paired with her

    conviction of the absolutely crucial role of examples. Identification, for her, was not just sparked by the melancholic's refusal to admit the loss of a loved object but played a positive role for self-formation: ego-driven love, rooted in a self's hunger for cherishment and growth, attaches to its objects in an identificatory mode, integrating them in the own ego ideal which, unlike the more rigid super-ego, encourages rather than trims development.

    Nevertheless, when one looks for an emblem of educational relationships in Elisabeth's register, an image more akin to the troubled dynamics of Narcissus comes to mind to complement the Phrygian/Aristotelian idyll. It is perhaps the drives particular to Plato's Phaidros that best describe the strong impact Elisabeth had as a teacher (beautifully rendered in Dominique Browning's moving orbituary: http://www.slowlovelife.com/2011/12/in-memoriam-elisabeth-young-bruehl.html). Not to mention the impact Arendt had on Elisabeth. Interestingly, one of the very few triggers which reliably made Elisabeth lose her otherwise almost Buddhist nerves was when she saw the example of platonic eros, one generation removed – the relationship of Heidegger and Arendt – distorted by some interpreters into a cliché of female submissiveness which completely obscured the agency and achievement on the younger part. Though just as Elisabeth went beyond Aristotelian friendship to constant relatedness, she outgrew the platonic pedagogical scenario. What she summarized in her essay “The Education of Women as Philosophers” (1989) and exercised throughout her career was a much more egalitarian practice.

    Egalitarian respect in her, though, was anything but non-judgmental indifference. Non-judgmentality might have had its apt arenas, for example in the quest of discriminated-against lifestyles who didn't dream of asking for explicit recognition, but it has been accommodated by a neoliberal mainstream into the indifferent and self-absorbed dogma that no one's business is anybody else's. This was not Elisabeth's attitude. Hers was more modeled after Arendt, the champion of judgement, who didn't herself stick to what some interpreters see as a rigid boundary of private and public when, for example, telling her favorite student Elisabeth: “No wonder you thought you wanted to marry that splendid guy – everybody would –, but this is just not for you, dear”. Well, Arendt was right on this one. And so was Elisabeth, time and again, when she gave her impressive advises on how not to waste a life. Of course, her judgement wasn't infallible – as, for instance, when Elisabeth, upon meeting Christine at a conference, concluded at the sight of her ring: “What an amazing woman. But she's not for me.” Well, she was wrong. And she lived the last six years of her life in constant wonder and enjoyment about precisely this.

    There is a scene in The Hours, where Virginia Woolf's sister Vanessa ingeniously explains the former's gloomy absent-mindedness to her children by saying: “Look, Auntie Virginia has got two lives. You think she's with us but she might well be somewhere totally different, deep in the stories of her books.” This was precisely not the intellectual temperament Elisabeth displayed. Elisabeth exercised sympathy, generosity, savor and sharing. She had the most striking energy and radiation and was constantly attentive and vigilant about the state of world politics and people around her. She was at her best in conversations and a real Scheherazade, gathering audience in storytelling. Again and again, she demonstrated how sharing was the key to meaningfulness.

    Nevertheless, this unique presence, too, might have been owed to a particular absence. Part of why Elisabeth managed to convey a depth and intensity to encounters that might otherwise have passed as profane moments was the broadening of her mind by including in its own conversational structure not just those others who were actually present. She referred repeatedly to the image Arendt used to illustrate Jasper's illuminating powers: that he dwelled in a “realm of spirits” (“Geisterreich”) where a conversation with Kant was as lively as one with an actual teacher, student, friend or partner. She brought the power and wisdom of many absent voices to bear on the importance of actual encounters. In speaking to Elisabeth, one could marvel at an emphasis which was precisely enabled by the fact that she partly was not just there, but also engaged in a much broader conversation.

    With all the gratitude for everything she shared with those who knew and read her, a deep and helpless sadness remains that she left our realm so early.

     

    Eva v. Redecker

    Institute of Philosophy, Humboldt University Berlin

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