Mitteilungen

Portable Polis

 

The Hannah Arendt Reading Group in Berlin 2017

with Fred Dewey


Portable Polis schedule - Saturdays, 13h - 16h

13.05.17 / Launch: Private Apartment, Selchower 22, 12049 Berlin Neukölln // from The Human Condition, 1958, Chapter II, "The Public and Private Realm"

20.05.17 / ZK/U Siemensstr. 27, 10551 Berlin Moabit // "The Public and Private Realm" continued

27.05.17/ Archive Kabinett, Müllerstraße 133, HH, 13349 Berlin Wedding // "The Public and Private Realm" continued

03.06.17 / Südblock, Kotti circle, Admiralstr. 1-2, 10999 Berlin Kreuzberg // "The Public and Private Realm" continued

10.06.17 / Südblock, Kotti circle, Admiralstr. 1-2, 10999 Kotti circle, Berlin Kreuzberg // "The Public and Private Realm" continued

17.06.17 / Die Laube im Prinzessinnengarten, Prinzenstr. 35-38 (Moritzplatz), 10969 Berlin Kreuzberg // "The Public and Private Realm" continued

24.06.17 / ZUsammenKUNFT, Stresemannstr. 95 10963 Berlin Kreuzberg // "We Refugees," 1943, The Menorah Journal

01.07.17 / ZUsammenKUNFT, Stresemannstr. 95 10963 Berlin Kreuzberg // "We Refugees" continued

08.07.17 / Förderband, Torstraße 150 10119 Berlin Mitte // from The Portable Hannah Arendt, "Labor, Work, Action," 1964

15.07.17 / Kotti & Co, Gecekondu (wooden shack) Admiralstr 1-2, 10999 Berlin Kreutzberg // from Origins of Totalitarianism, 1951, "Decline of the Nation State; End of Rights of Man," on the Right to Rights

22.07.17 / Pro QM, Almstadtstr. 48-50 10119 Berlin Mitte // "Labor, Work, Action" continued

29.07.17 / Final Session: From the Holocaust Memorial to the Lessing Statue  Meet at Arendtstr & Ebertstr (Holocaust Memorial), walk together to the statue in SW Tiergarten 10117 Berlin Tiergarten // from Men in Dark Times, excerpt from "On Humanity in Dark Times (Lessing)," 1959

 
Veröffentlicht: 2017-05-13
 

Call for Papers

 
HannahArendt.net vol. 9, no. 1, 2018  
Veröffentlicht: 2017-05-08 Weiter…
 

Call for Papers

 
HannahArendt.net

Bd. 9, Nr. 1 (2018)


(German / English)

 

Pluralität / Plurality

Call for Papers

Hannah Arendt schrieb ihr erstes großes Buch unter dem Eindruck, dass mit dem Totalitarismus und dem Zweiten Weltkrieg eine geschichtliche Tradition an ihr Ende gekommen war. Die Kontinuität der abendländischen Geschichte, so befand sie, sei „wirklich durchbrochen“, der Traditionsbruch „eine vollendete Tatsache“. 1975 in ihrer Rede zur Zweihundert-Jahr-Feier der amerikanischen Revolution sprach sie mit Blick auf den Vietnamkrieg und die Watergate-Affäre von der Gefahr, dass „wir an einem jener entscheidenden Wendepunkte der Geschichte stehen, welcher ganze Epochen voneinander trennt“.

Angesichts der sich überschlagenden Ereignisse der letzten Jahre – den Kriegen im Nahen Osten, der Bedrohung der Menschenrechte, dem Anstieg populistischer und nationalistischer Bewegungen und der drohenden Auflösung der Europäische Union – zieht sich durch viele aktuelle Diskussionen und Kommentare die Befürchtung, dass wiederum etwas an ein Ende gekommen ist: die Nachkriegsordnung,  wie sie insbesondere in den Verträgen zur europäischen Union und der Verankerung der Menschenrechte in den internationalen Beziehungen zum Ausdruck kommt.

In ihrer politischen Theorie hat Arendt eine spezifische Antwort auf die selbst erfahrenen Brüche versucht. Sie gelangte zu der Einsicht, dass in der Tradition abendländischen politischen Denkens seit Plato die Tatsache der Pluralität des Menschseins „nebenher“ behandelt worden sei. Pluralität wurde für sie zum Schlüsselbegriff – in den Worten Margaret Canovans (Hannah Arendt: A Reinterpretation, 1992, S. 281): „In the course of her own response to the experiences of her time, Arendt augmented the world by one word: the word plurality.“ Oder, Arendt selbst aus dem nachgelassenen The Life of the Mind zitierend, „Plurality is the law of the earth“.

Mit unserer nächsten Nummer wollen wir an diese theoretische Leistung Arendts erinnern und sie in die aktuellen Diskussionen einbringen und in ihren vielfältigen Dimensionen neu befragen, indem wir Beiträge zu folgenden Themenbereichen anregen:

̶         Totalitarismus - Populismus.

Die gegenwärtigen populistischen Bewegungen führen vor, wie schwierig es ist, eine durch Ängste und Ressentiments eingeschworene Gemeinschaft für eine Diskussion alternativer Meinungen zu öffnen. Hannah Arendt hat in ihrem Totalitarismusbuch am Beispiel totalitärer Bewegungen eindrücklich gezeigt, wie der Mechanismus von Vereinheitlichung nach innen und Abschottung nach außen funktioniert. In den gegenwärtigen Diskussionen materialisiert sich diese Erkenntnis, wobei die Meinungen zu der Frage, ob die populistischen Bewegungen im Arendtschen Sinne als totalitär einzustufen sind, durchaus kontrovers sind. Ähnlich vielfältig sind die Auffassungen, ob die Demokratie als Institution der Gleichheit der Verschiedenen als kritischer Gegenpol zur fundamentalistischen Homogenisierung gelten kann. Hier ist mit Arendt zu betonen, dass die „westlichen“ Gesellschaften nicht in einer reinen Demokratie leben, sondern in einer Republik mit starken demokratischen Elementen, den demokratischen Wahlen und der Möglichkeit zu Volksentscheiden. Erst in dieser politischen Konstellation von Republik-Demokratie kann nach Arendt Pluralität garantiert werden.

Ohne Pluralität bildet sich kein politischer Raum und keine gemeinsame Welt zwischen den Menschen, aber Pluralität lässt sich nicht eins zu eins in politisches Recht umsetzen. Wie HA in ihren Schriften bereits analysiert hat, bleibt Pluralität auch in Demokratien bedroht durch gesellschaftliche Ungleichheit, Bürokratismus, durch die Lüge im öffentlichen Raum und  - wie der französische Soziologe Didier Eribon in seinem 2016 erschienenen Buch „Rückkehr nach Reims“ beschrieb -, durch die Vertreibung unterer Schichten aus dem politischen Diskurs.   Die soziale Frage ist auch bei Arendt ein strittiger Punkt. Eine genauere Aufarbeitung der genannten Themenbereiche sowie der von Arendt häufig kritisch reflektieren Situation der „Randständigen“ und Flüchtlinge wäre daher wünschenswert. 

-        Weltbürger, Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit

Der Kosmopolitismus der Menschenrechte schien nach dem Ende des Kalten Krieges und nach der Einrichtung eines internationalen Gerichtshofs in Den Haag eine reale Chance zu sein,  die Basis für die internationale Anerkennung der Menschenrechte zu erweitern und zu sichern. Arendts Forderung nach einem international abgesicherten Recht, Rechte zu haben, wurde weltweit als inspirierende politische Anregung aufgenommen.  Doch wie kommt es, dass in der Frage der Menschenrechte die große Politik zunehmend als machtlos erscheint und nur die Zivilgesellschaft sich als handlungsfähig erweist? Ist das politische Prinzip der „checks and balances“ in seinen heutigen Formen nicht differenziert genug, um Handlungsfähigkeit der verschiedenen Ebenen der großen Politik zu garantieren? Kann der Begriff Pluralität helfen, dieses Prinzip kritisch zu hinterfragen und  zu „reformieren“?

-       Mythos Geschichte

In den Essays, die Arendt 1953-54 schrieb und die als grundlegende Selbstverständigung über zentrale Begriffe des politischen Denkens zu verstehen sind, hat sie sich auch mit dem neuzeitlichen Geschichtsbegriff auseinandergesetzt: „Der gemeinsame Nenner des modernen Natur- und Geschichtsbegriffs ist der Prozess“, dessen Allgemeingültigkeit jedes Ereignis und Handeln unterworfen ist und diese zu bloßen Funktionen degradiert. Dieses Prozessdenken, das  „alles und alle zu Exponenten erniedrigt“ und das sich „ein Monopol“ auf  Sinn, Bedeutung und Wahrheit aneignet, spielt in allen nationalistischen, populistischen und totalitären Massenbewegungen, wenn auch in unterschiedlichen Ausprägungen, eine maßgebende Rolle. Es tritt an die Stelle des gemeinsamen politischen Handelns der Vielen. Individuelles Verantwortungs- und Urteilsvermögen wird ersetzt durch Administration, durch die Unterwerfung  unter die Stimmigkeit des Geschichtsprozesses, der vollstreckt werden soll. So abstrus und willkürlich die Geschichtskonstruktionen auch sind, ihre Wirkung bleibt davon unberührt. Ein aktuelles Beispiel sind die von Stephen Bannon aufgestellten Geschichtskonstruktionen, auf die Norbert Frei in einem Artikel in der SZ vom 4./5. März 2017 hingewiesen hat.

Arendts Darstellung und Kritik bezieht sich insbesondere auf die zerstörerischen Auswirkungen derartiger Geschichtsmythen auf alles, was die Konstituierung politischen Handelns ermöglichen kann: die subjektive Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und zu handeln, und die Nähe und Distanz im Anderen zu erkennen und anzuerkennen. Die Zerstörung von Wirklichkeit durch Lügen und „fake news“ könnte in diesem Zusammenhang ebenso thematisiert werden wie die Bedrohung des öffentlichen Diskurses und des für Arendt so entscheidenden Zusammenspiels von Meinungen und Tatsachenwahrheit.

Hierher gehört auch die grundlegende Bedrohung durch die Erosion von Wirklichkeits- und Wahrheitsauffassungen im Zeitalter der Digitalisierung und Globalisierung. Angesichts dieser in den letzten Jahrzehnten immer manifester werdenden Gefahren, halten wir es für sinnvoll, die politischen Schriften von HA. über Lüge, Macht und Gewalt erneut zu diskutieren und  nach ihrer Bedeutung für die Gegenwart zu befragen.

Darüber hinaus sind Beiträge willkommen, die Arendts Vorstellungen zur Pluralität im einzelnen herausarbeiten und kritisch untersuchen:

̶           Zum Beispiel das, was sie unter „repräsentativem Denken“ versteht. Das repräsentative Denken oder die erweiterte Denkungsart ist ein Konzept, zu dem sich Arendt in ihren veröffentlichten Werken nur vereinzelt geäußert hat. Erst im Denktagebuch und in den Kant-Texten des Nachlasses wird die Frage des re-präsentativen Denkens ausführlicher erörtert. Obwohl Arendt schon sehr früh, d.h. in dem Text „Understanding and Politics“ (1953), am Beispiel von Kants Einbildungskraft das erweiterte Denken anspricht, hat sie ein ganzes Leben gebraucht, bis sie sich wieder diesem Thema zuwandte. Es sollte Gegenstand des dritten Bandes von The Life of the Mind sein.

̶         Oder ihre Gedanken zu Sokrates als dem Vertreter einer verlorengegangenen (verborgenen?) Tradition. Seit der frühen Vorlesung über „Philosophy and Politics“ (Notre Dame, 1954) bis zum späten Werk The Life of the Mind hat sich Arendt mit Sokrates befasst und sein Denken und Leben als Ursprung einer Traditionslinie politischen Denkens bestimmt, bei der die Pluralität im Vordergrund steht.

Die Nummer soll im Frühjahr 2018 erscheinen, die Manuskripte sind bis spätestens 1.10.2017 einzureichen. Einzelheiten zur Beitragseinreichung bitten wir, unserer Webssite (-> „Über uns“) zu entnehmen.

 

Pluralität / Plurality

Call for Papers

When Hannah Arendt wrote her first great book, she was under the impression that totalitarian rule and World War II had brought a historical tradition to an end. She claimed that the continuity of occidental history was “broken” and that this “break in our tradition is now an accomplished fact.” With reference to the Vietnam War and the Watergate affair in her Bicentennial Address in 1975, she declared: “We may very well stand at one of those decisive turning points of history which separate whole eras from each other.”

   In view of the escalating events of recent years—the wars in the Middle East, the threat to human rights, the advance of populist and nationalist movements, and the menacing collapse of the European Union—fears and misgivings are pronounced in current discussions and commentaries suspecting that yet again something may have come to an end: post-war order, as evidenced in the treaties of the European Union and the embodiment of human rights in international relations.

   Arendt attempted in her political theory to find a specific answer to the discontinuities she experienced in her lifetime. She realized that the tradition of Western political thought since Plato had merely treated the notion of human plurality in passing. For her, on the other hand, plurality became the key concept. As Margaret Canovan wrote: “In the course of her own response to the experiences of her time, Arendt augmented the world by one word: the word plurality.” (Hannah Arendt: A Reinterpretation, 1992, p. 281) Or, quoting Arendt from her posthumously published The Life of the Mind: “Plurality is the law of the earth.”

   With our coming issue, we intend to call to mind Arendt’s theoretical achievement, to introduce it to current debates and to turn anew to its many dimensions by suggesting contributions on the following realms:

Totalitarianism—Populism

            Current populist movements indicate the difficulty of opening a committed community of people, harassed by fear and resentment, to discussions on alternative opinions. Taking totalitarian movements as an example in her book on totalitarianism, Arendt demonstrates convincingly how mechanisms of adapting to the inside and dissociating from the outside world work. Current comments confirm this insight, notwithstanding the diverse if not contentious responses to the question of whether populist movements are totalitarian or not. Argumentative diversity is also a characteristic feature of debates on whether democracy as an institution for the equality of different people can be seen as a critical pole against tendencies of fundamental homogenization. In this context it should be emphasized with Arendt that “Western” societies do not live in pure democracies but rather in republics with strong democratic features, i.e., democratic elections and the possibility of popular referenda. Only in the constellation of republic-democracies can, according to Arendt, plurality be guaranteed. Without plurality, a political space cannot develop, nor can a common world between men emerge. Plurality, however, can never be fully transformed into political law. As Arendt analysed in her writings, plurality remains threatened in democracies by social inequality, by bureaucratization, by public lying and—as French sociologist Didier Eribon in his Returning to Reims from 2013 points out—by the expulsion of lower social strata from political discourse. In Arendt, too, the social question is a point at issue. It seems desirable therefore to take a closer look at the subject areas just mentioned and the situation both of the marginalized and of refugees—situations on which Arendt often reflected.

Cosmopolitans, human rights, social justice

            After the end of the Cold War and the erection of the International Criminal Court in Den Haag, the cosmopolitan nature of human rights seemed promising in terms of extending and ensuring the basis of their international recognition. Arendt’s demand for the internationally guaranteed right to have rights was acknowledged globally as an inspiring political suggestion. But how is it possible that big politics appears to be increasingly powerless when human rights are at stake and civil society alone shows itself capable of acting? Can it be that the political principle of checks and balances is not sufficiently refined in its present state to guarantee the capacity for action of big politics and its various levels? Does the concept of plurality provide an appropriate tool to scrutinize and “reform” this political principle?

The myth of history

            In the essays she wrote in 1953 and 1954, which reveal her self-understanding of the basic tenets of political thought, Arendt also tackled the modern concept of history: “The main denominator of the modern concept of nature and history is process” as a universal principle to which all events and actions are subjected, lowering them to mere functions. Such process-based thinking, which degrades everything and everyone to “exponents” and acquires the “monopoly” of meaning and truth, plays a decisive role in nationalist, populist and totalitarian mass movements, albeit of different shades. It replaces the common political acting of the many. The individual faculty of responsibility and judgment is replaced by administration, by submission to the consistency with which the process of history is to be executed. Abstruse and arbitrary as these constructs of history are, their effect remains untouched. The constructs set up by Steve Bannon, to which Norbert Frei refers in a commentary in the Süddeutsche Zeitung (March 4-5, 2017), are a current example.

               Arendt’s criticism is primarily directed at the destructive consequences of the myths of history about everything that could constitute acting in politics: the personal willingness to take responsibility and to act as well as to perceive and recognize closeness and distance in the other. In this context, possible topicc could be the destruction of reality through lies and “fake news” or indeed the threat to public discourse and the interplay of opinions and factual truths. The general erosion of reality and truth as it appears in the age of digitalization (sorry, it’s digitization, which I learned at the Library of Congress) and globalization is likewise a topic of interest. Considering these dangers, which have gradually become more manifest in recent decades, we think it makes sense to revive the discussion of Hannah Arendt’s work on lies, power and violence, and to consult them for their implications for current discourse.

In addition, we welcome contributions that concentrate on Arendt’s views of plurality by discussing and critically acknowledging them in detail.

For example, what was Arendt’s understanding of “representative thinking”? Representative thinking–or enlarged thinking–is a concept Arendt dealt with only occasionally in her published work. In her Denktagebuch and the posthumously published Kant Lectures the question of representative thinking is addressed more extensively. Although in an early text (“Understanding and Politics,” 1954) that takes Kant’s “Einbildungskraft” as an example, Arendt mentions representative thinking, she needed her lifetime to tackle this concept. It was meant to inform the third volume of The Life of the Mind.

Or Arendt’s thoughts on Socrates as the representative of the lost (hidden?) tradition. Beginning with her lecture on “Philosophy and Politics” (Notre Dame, 1954) and up to her late work The Life of the Mind, Arendt concerned herself with Socrates. She defined his thinking and his way of life as the origin of the line of political thought that focuses on the concept of plurality.

The coming issue is scheduled to appear in spring 2018. Papers should be submitted by October 1, 2017. Please check our website (à “Über uns”) for details of “Beitragseinreichung (paper submission).”

 
Veröffentlicht: 2017-04-22
 

Conference 29 April 2017

 

An ICI Berlin event, organized by Benjamin Lewis Robinson, in collaboration with Bard College Berlin and the Hannah Arendt Center at Bard College in New York more

 
Veröffentlicht: 2017-04-03
 

El País

 

La banalidad del mal y la terrorífica
normalidad de los nazis

Hannah Arendt nos recuerda los peligros de la irreflexión

Por Jaime Rubio Hancock

El Lobo es el apodo de Michael Karkoc, un criminal nazi responsable de la muerte de al menos 44 hombres, mujeres y niños en 1944. También es un anciano de 98 años que sigue trabajando en su jardín de Minneápolis, donde vive desde que huyó de Ucrania al final de la Segunda Guerra Mundial más

 

 

 
Veröffentlicht: 2017-03-24
 

Neuerscheinung

 
Artefacts of Thinking: Reading Hannah Arendt’s Denktagebuch, hrsg. von Roger Berkowitz und Ian Storey, New York: Fordham University Press, 2017. 186 S., Paper $ 32.00, Cloth 110.00, simultaneous electronic ed. available.  
Veröffentlicht: 2017-03-21
 

Conference

 

Post-Truth and Politics

Departing from the thought of Hannah Arendt

Saturday, 29 April 2017

ICI Berlin

In 1967 Arendt published an article on “Truth and Politics” in the New Yorker in response to historical exigencies

that resonate with those presented today by the so-called “post-truth society.”

 

While acknowledging the inevitable implication and interminable contest between truth and politics,

Arendt attempts to make the case for a rigorous separation of truth-telling from political praxis, which is nonetheless

supposed to operate within the framework afforded by factual and scientific truth. Today, given the intensifying political,

 and especially bio-political, consequence of the sciences, it is no longer clear that such a distinction is tenable.

Since Arendt wrote, the involvement of politics and epistemology, of power and knowledge, has undergone an intensive

interdisciplinary investigation, which has transformed the university, especially in the humanities. Interrogating this entanglement

of truth and politics, we will ask whether it is true, as some have claimed, that the university is responsible for “post-truth”

on account of the relativism it is now perceived to propagate. Or are such claims themselves symptomatic of

the problem – fueling the widespread disaffection with established institutions especially those supposed to speak the truth?

 

As alarm is raised about the attrition of factual truth and the preponderance of “lying in politics,” to cite another essay of Arendt’s,

we propose to consider the theoretical and historical precedents for such tendencies as well as the significance

of the cultural and technical changes in the dissemination of news brought about by social media. Beyond the university

and the media, rational-scientific and factual truth, we may finally reflect on the peculiar kind of truth-telling

Arendt attributed to poetry.

An ICI Berlin event in collaboration with Bard College Berlin and the Hannah Arendt Center at Bard College in New York

 

 
Veröffentlicht: 2017-03-16
 

Coming to DVD March 21

 

VITA ACTIVA: THE SPIRIT OF HANNAH ARENDT, A FILM BY ADA USHPIZ

See the trailer and further information at Zeigeist Films

and reviews of the film in The New York Times, The Huffington Post, The Hollywood Reporter

 

The distribution of the DVD is restricted to the US and Canada region.

 

 

AN INTERVIEW WITH ADA USHPIZ

SCREEN DAILY

By Melanie Goodfellow


 

Documentary film-maker Ada Ushpiz tells Screen about charting the life and

fertile mind of a great thinker in her new film

Vita Activa, The Spirit Of Hannah Arendt.

When Ada Ushpiz’s timely documentary Vita Activa, The Spirit Of Hannah Arendt,

exploring the roots and legacy of the legendary philosopher’s thinking, premiered at

Munich International Film Festival earlier this year it played to a packed-out theatre.

“There was not a ticket to be had,” says respected film-maker Ushpiz, whose credits

include Good Garbage, Desert Brides and Detained. Today’s screening at Jerusalem

Film Festival, where the film is playing in the documentary competition, is also sold

out.

 

“They’re not just coming for the documentary,” declares Ushpiz. “They’re also drawn

by the figure of Hannah Arendt. She remains as popular, if not more popular, than

when she was alive because she was ahead of her time.”

 

“She is beyond post-modernism. She was a thinking person. She didn’t subscribe to

any set doctrine or school of thought but based her writings on experience and what

was really happening. She had the ability to universalise her personal experience.”

 

Arendt’s writings, notes the film-maker, have influenced movements as diverse as

Poland’s Solidarity and the pro-democracy Arab Spring. To this day, they also remain

a source of inspiration for the Jewish secular movement. The philosopher’s life-long

defence of the need for a plurality of thought and voices makes Arendt’s work

particularly timely, Ushpiz adds.

 

In Vita Activa, The Spirit Of Hannah Arendt, she hones in on Arendt’s early writings,

focusing in particular on her most famous work, Eichmann In Jerusalem, based on the

trial of Adolf Eichmann in 1961, for his role as an administrator supporting the

deportation and extermination of Jews during the Holocaust.

 

It was in this work that Arendt crystallised her theory about the “banality of evil”,

stemming from Eichmann’s assertion that he wasn’t guilty because he had simply been

carrying out orders. “I came to the whole thing because I was intrigued by the idea of

the banality of evil,” says Ushpiz. “The more I live in this world, the more I believe it is relevant.”

 

The documentary traces how Arendt’s thinking and writing grew out of her

experiences growing up in Germany, leaving the country during the rise of the Nazi

party and subsequently living a peripatetic life across Europe.

 

She touched down in Prague, Geneva and Paris, and was briefly interned by the

Nazis in France before fleeing to the US in 1941. This period in Arendt’s life resulted

in her writings on what it meant to be a refugee.

 

Her theory that stateless people find themselves “superfluous” to society remains as

relevant now as it did at the time of its formulation in the late 1940s.

 

Ushpiz’s film also touches on Arendt’s complex relationship with her philosophy

professor Martin Heidegger, who was later discovered to be a Nazi sympathiser.

 

“Her relationship with Heidegger was complicated,” says the director. “Researchers

have recently come across lectures he gave in 1933 and 1934 while he was the

rector of the University of Freiburg. He speaks in real Nazi language, it’s really

terrible.”

 

Vita Activa intercuts archival audio and video footage of Adolf Hitler and his military

chief Hermann Göring, 1930s Europe, refugee conveys, the horrors uncovered in

post-war Europe and the Eichmann trial with contemporary interviews with academics

who either knew Arendt or have studied her writings in depth.

 

Arendt’s words on the subject of being a refugee, for example, run over footage of

people being loaded into lorries, a soup kitchen for Jewish refugees in Paris in the

1930s and images of Hitler addressing his followers.

 

Where possible, Arendt’s story is told through her own words, either by an actress

reading her writings and letters, or through television interviews. “I did a lot of

interviews but decided in the end it was important for her to tell her own story,

through her own words, either in interview or her writing,” explains Ushpiz. “She

writes very emotionally, which is nice.”

 

Having spent five years researching, financing and producing the documentary,

Ushpiz says she would like to make a second feature that would examine Arendt’s

work in the final decade of her life, and its impact in the subsequent decades. “For

me,” concludes Ushpiz, “the work of her final years was in many ways even more

interesting.”

 
Veröffentlicht: 2017-03-13
 

Nouveauté

 

L

Editions Kimé, Collection / Série : Philosophie en cours

Prix de vente au public (TTC) : 29 €

 
Veröffentlicht: 2017-02-15
 

Neuerscheinung

 

Im November 2016 veröffentlichte der Piper Verlag eine ungekürzte und durchgesehene Taschenbuchausgabe von


Hannah Arendt, Denktagebuch, hrsg. von Ursula Ludz und Ingeborg Nordmann in Zusammenarbeit mit dem Hannah-Arendt-Institut, Dresden. 2 Bde., 1230 S. € 48,00.

 
Veröffentlicht: 2016-12-12
 

Hannah Arendt-Preis

 

Christian Teichmann ist Hannah-Arendt-Preisträger

2016

Bremen, 15. September 2016

PRESSEINFORMATION

Der Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken, der von der Stadt Bremen und der Heinrich-Böll-Stiftung vergeben wird, ist mit 10.000 Euro dotiert. Er wird an Personen verliehen, die mit einer mutigen Intervention das "Wagnis Öffentlichkeit" annehmen.
Der Preis wird am 2. Dezember 2016 um 18.00 Uhr im Bremer Rathaus überreicht.

Christian Teichmann hat den Preis für seine herausragenden Forschungen über die Geschichte und Strukturen der sowjetischen Herrschaft in Mittelasien unter Stalin erhalten. Er verfolgt die Institutionalisierung von Machtprozessen und ihr Scheitern. mehr
 
Veröffentlicht: 2016-11-08
 

Hannah Arendt in Kaliningrad

 
 
Veröffentlicht: 2016-10-10
 

Vient de paraître

 

Cités n°67, 2016

 Hannah Arendt politique

Avec un texte inédit « Apatridie »

Marie-Anne Lescourret, Présentation
Marie-Anne Lescourret et Christian Godin, La condition de l’inhumain
Michelle-Irène Brudny, Eichmann à Jérusalem ou la controverse interminable
Fabio Ciaramelli, Hannah Arendt et la portée politique de la loi
Jean-Marc Durand-Gasselin, Hannah Arendt « jeune conservatrice » : la lecture d’Habermas
Horst Mewes, L’action politique selon Hannah Arendt
Christina Schües et Pascal Delhom, Penser et agir
Isabelle Delpla, Pythie ou témoin ? Arendt, une vision datée de la justice internationale
Avishag Zafrani, Situations de l’animal laborans

 
Veröffentlicht: 2016-10-05
 

Call for Papers "Arendt Studies"

 

For the first volume of

Arendt Studies

Arendt Studies is a peer-reviewed journal devoted to the study of the life, work and legacy of Hannah Arendt. It publishes original research articles, review essays and books reviews, and welcomes contributions from all relevant areas, including philosophy, politics and international relations, history, Jewish studies, women’s and gender studies, postcolonial theory, and literary theory. The Journal is particularly interested in the philosophical dimensions of Arendt’s work and how they might illuminate pressing issues in philosophy, politics and society today.

The editors are now accepting submissions for the first volume of Arendt Studies, which is scheduled to appear in the fall of 2017.  See the Arendt Studies website for information on submission procedures:

https://www.pdcnet.org/arendtstudies

Articles that appear in the first volume of Arendt Studies must be submitted no later than

February 15, 2017.


 

 
Veröffentlicht: 2016-09-23
 

Neuerscheinung zu Arendts Methode des Denkens

 

The Wandering Thought of Hannah Arendt

Hans-Jörg Sigwart

Palgrave Macmillan UK, 2016

This book interprets Hannah Arendt’s work as a “wandering” type of political theory. Focusing on the sub-text of Arendt’s writings which questions “how to think” adequately in political theory whilst categorically refraining from explicitly investigating meta-theoretical questions of epistemology and methodology, the book characterizes her theorizing as an  oscillating movement between the experiential positions of philosophy and politics, and by its distinctly multi-contextual perspective. In contrast to the “not of this world” attitude of philosophy, the book argues that Arendt’s political theory is “of this world”. In contrast to politics, it refrains from being “at home” in any particular part of this world and instead wanders between the multiple horizons of the many different political worlds in time and space. The book explores how these two decisive motives of Arendt’s theoretical self-perception majorly influence her epistemological, methodological and normative frame of reference and inspire her understanding of major concepts, including politics, judgment, understanding, nature, and space. More      

 
Veröffentlicht: 2016-09-12
 

Neuerscheinung - zur Krise Europas

 

Wolfgang Heuer

Föderationen -

Hannah Arendts politische Grammatik des Gründens

Leinebögen 5, Hannover 2016

34 S., 6,- EUR

 Inhalt

1. Europa erinnern

Das erste halbierte Erbe: Résistance ja, aber keine neue Staatsform der Räte

Das zweite halbierte Erbe, der Föderalismus

Arendts verborgener Dialog mit dem integralen Föderalismus

2. Die Fallen des Nationalstaates 

Nationalstaat und Souveränität

Macht ohne Souveränität

3. Das Scheitern föderaler Pläne und die Folgen                                                                   

Ein binationales Palästina

Eine französisch-algerische Föderation

Eine westafrikanische Föderation

                                                                                      

Zu bestellen bei : Hannah-Arendt-Bibliothek Hannover

bib@ha-bib.de 

(plus Portokosten)

 
Veröffentlicht: 2016-09-01
 

Neuerscheinung

 

Hannah Arendt
Sokrates. Apologie der Pluralität
Übersetzt von Joachim Kalka
Herausgegeben von Matthias Bormuth
Matthes & Seitz: Reihe Fröhliche Wissenschaft
107 Seiten
12,00 €

 

 
Veröffentlicht: 2016-07-27
 

Neuerscheinung

 

Krise, Macht und Gewalt
Hannah Arendt und die Verfassungskrisen der Türkei
von der spätosmanischen Zeit bis heute
Von Dr. Kahraman Solmaz
2016, 525 S., brosch., 99,– €

 
Veröffentlicht: 2016-07-08 Weiter…
 

Neuerscheinung

 

Rainer Miehe

Jenseits und diesseits der Herrschaft

Thomas Hobbes' politische Philosophie im Urteil Hannah Arendts

Verlag Traugott Bautz 2015

 

Thomas Hobbes gilt als einer der bedeutendsten politischen Theoretiker der Neuzeit. Seine auf dem Vertragsmodell beruhende Herrschaftsbegründung durch den Staat ist immer wieder Gegenstand von Untersuchungen. Im vorliegenden Buch wird die Rezeption durch Hannah Arendt in den Vordergrund gestellt. Arendt gehört zu den Kritikern des Herrschaftsdenkens. Ihr originelles Denken des Politischen stellt eine Art Gegenentwurf zu Hobbes dar. Ob dieser tragfähig ist, will der Autor Rainer Miehe ausführlich erläutern.

Rainer Miehe, Jahrgang 1958, Dr. phil, arbeitete von 1996-2005 als Lehrbeauftragter am Institut für Politische Wissenschaft der Leibniz Universität Hannover und ist heute Dozent für die Fächer Politik sowie Ethik in verschiedenen Institutionen.

 

 
Veröffentlicht: 2016-07-04
 

"Macht braucht Entscheidung -- Eine Revitalisierung von Hannah Arendts Machttheorie"

 
in: Macht: Aktuelle Perspektiven aus Philosophie und Sozialwissenschaften, hrsg. von Phillip H. Roth, Frankfurt-New York: Campus Verlag, 2016, S. 89-107.  
Veröffentlicht: 2016-06-21
 

Neuerscheinung

 
Anne Bertheau

»Das Mädchen aus der Fremde«: Hannah Arendt und die Dichtung

Rezeption – Reflexion – Produktion

transcript 2016


»Gedichtetes Wort, ist Stätte nicht Hort« - Hannah Arendt ist berühmt als Historikerin, bekannt als politische Theoretikerin und als Philosophin. In den letzten Jahren hat auch das wissenschaftliche Interesse an Arendts Verhältnis zur Kunst zugenommen. Hymnisch schrieb sie über die Dauerhaftigkeit von Dichtung, über Sprache als Metapher und als Kommunikation, über den kreativen Prozess, bei dem sich der Dichter auf den Pfad der Zeitlosigkeit begibt. Gleichzeitig verfasste Hannah Arendt selbst Gedichte (Piper-Verlag, 2015). Anne Bertheau analysiert zum ersten Mal systematisch Arendts Verhältnis zur Dichung: ihre Rezeption verschiedener Lyriker, ihre theoretische Reflexion zur Dichtung und die Produktion ihrer eigenen Lyrik.

Anne Bertheau (Dr. phil.), geb. 1971, verfasste ihre Doktorarbeit zu Hannah Arendt und Dichtung an der Universität Paris IV, Sorbonne. Sie legte ihr Diplom 2010 ab. Sie forscht zu Hannah Arendt sowie zu dem Revoltebegriff bei Albert Camus (DAAD-gefördert).

 Zum Verlag

 
Veröffentlicht: 2016-04-26
 

Neuerscheinung

 

Ivana Perica, Die privat-öffentliche Achse des Politischen: Das Unvernehmen zwischen Hannah Arendt und Jacques Rancière. Königshausen & Neumann, Epistemata Philosophie. Bd. 558, 2016

Trotz des anscheinenden Verlusts der tradierten Dichotomie von Privatsphäre und Öffentlichkeit lässt sich beobachten, dass Begriffe ‚privat‘ und ‚öffentlich‘ keinesfalls aus dem Gebrauch gekommen sind. In den gegenwärtigen Debatten werden sie vielmehr auch für die Linke bestimmend. Angesichts der gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Umlagerung sowohl des Privaten als auch des Öffentlichen werden in der vorliegenden Studie einzelne einander entgegenstehende linke und liberale Positionen beleuchtet. Mehr

 
Veröffentlicht: 2016-04-04
 

Neuerscheinung

 

Walther, Christian

Robert Gilbert

Eine zeitgeschichtliche Biografie

Erscheinungsjahr: 2016

Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2016. 435 S.
ISBN 978-3-631-67304-1 geb.  (Hardcover)

 
Veröffentlicht: 2016-02-29
 

Hannah Arendt und die Pflicht zum Ungehorsam

 

Dokumentarfilm von Ada Ushpiz ARTE/WDR 2015, 90 Min.

auf ARTE am 9. März 2016 um 21.50 Uhr

 
Veröffentlicht: 2016-01-27
 

Hannover: Neuer Hannah-Arendt-Stipendiat vorgestellt

 

Der syrische Autor Mohamad Alaaedin Abdul Moula lebt seit Ende November 2015 als achter Hannah-Arendt-Stipendiat für zwei Jahre in der niedersächsischen Landeshauptstadt. Hannover leistet mit diesem Stipendium im Internationalen Städtenetzwerk ICORN einen Beitrag zur Freiheit des Wortes mehr

 
Veröffentlicht: 2016-01-16
 
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