HannahArendt.net

Mitteilungen

 

Hannah Arendt und die Pflicht zum Ungehorsam

 

Dokumentarfilm von Ada Ushpiz ARTE/WDR 2015, 90 Min.

auf ARTE am 9. März 2016 um 21.50 Uhr

 
Veröffentlicht: 2016-01-27
 

Hannover: Neuer Hannah-Arendt-Stipendiat vorgestellt

 

Der syrische Autor Mohamad Alaaedin Abdul Moula lebt seit Ende November 2015 als achter Hannah-Arendt-Stipendiat für zwei Jahre in der niedersächsischen Landeshauptstadt. Hannover leistet mit diesem Stipendium im Internationalen Städtenetzwerk ICORN einen Beitrag zur Freiheit des Wortes mehr

 
Veröffentlicht: 2016-01-16
 

Ich selbst, auch ich tanze

 
Hannah Arendt

Die Gedichte

Erschienen am 09.11.2015
160 Seiten, Gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-492-05716-5

€ 20,00

Siehe die Besprechung in der Jüdischen Allgemeine

 
Veröffentlicht: 2015-11-10
 

Der letzte Sommer

 

Süddeutsche Zeitung, 12. August 2015

Von Lothar Müller

Von Ende Mai bis Ende Juni 1975 sichtete Hannah Arendt im Deutschen Literaturarchiv in Marbach die Briefe ihres Lehrers Karl Jaspers. Jetzt ist eine schmale, aber gehaltvolle Studie über ihre Marbacher Wochen erschienen.

 

Das Staunen, was alles in einer Momentaufnahme stecken kann, gehört auch zur Lektüre jener schriftlichen Momentaufnahmen, die in den historischen Disziplinen "Miszellen" genannt werden. Ulrich von Bülow, Leiter der Handschriftenabteilung im Deutschen Literaturarchiv in Marbach, hat jetzt eine solche über die Wochen vom 30. Mai bis zum 30. Juni 1975 publiziert, die Hannah Arendt während ihrer letzten Europareise in Marbach verbrachte.

Arendt steht darauf zwischen Martin Heidegger, dem sie 1969 empfohlen hatte, das Manuskript von "Sein und Zeit" und andere Schriften nach Marbach zu verkaufen, und ihrem zweiten Lehrer, Karl Jaspers. Heidegger lebte noch, ihm widmete sie Anfang August 1975 einen deprimierenden Besuch. Jaspers war 1969 gestorben, mit seiner Frau Gertrud, die jüdischer Herkunft war und 1974 starb, unterhielt Arendt eine enge Freundschaft. In ihrem Testament hatte Gertrud Jaspers alle Briefe ihres Mannes Hannah Arendt überantwortet. Die Sichtung der Briefe prägte die Wochen in Marbach.

Figuren aus dem Archiv gehören mit zum Bild, darunter Ludwig Greve, auch er Exilant, nun Leiter der Marbacher Bibliothek. Seine autobiografischen Schriften und Briefe, 2013 bei Wallstein erschienen, sind eine ideale Parallellektüre. Amerikanische Freunde wie die Autorin Mary McCarthy und der Philosoph Jesse Glenn Gray, der eine Heidegger-Auswahl plante, besuchten Arendt in Marbach, sie selbst traf sich mit jüdischen Emigranten, die nach Deutschland zurückgekehrt waren. Es war ihr letzter Sommer, sie starb Anfang Dezember 1975 in New York.

Ulrich von Bülow: Hannah Arendt in Marbach. Spuren 105, Marbach 2015. 16 S., zahlr. Abb., 4,50 Euro.

´
 
Veröffentlicht: 2015-08-13
 
Weitere Mitteilungen...