Arendt-Korrekturen. Judith Shklars kritische Perspektive auf Hannah Arendt

Hannes Bajohr

Abstract


Wo über die politische Philosophin Judith Shklar gesprochen wird, ist der Vergleich mit Hannah Arendt nicht weit. Dabei wird oft übersehen, dass neben den oberflächlichen Parallelen in Leben und Karriere grundsätzliche Unterschiede im Denken bestehen, die sich nicht auf den Gegensatz von Liberalismus und Republikanismus reduzieren lassen. Für eine detaillierte Untersuchung dürfen dabei Shklars Schriften zu Arendt nicht unberücksichtigt bleiben. Als Vorarbeit für eine solche Untersuchung betrachtet dieser Aufsatz zunächst Shklars erstes Buch After Utopia und zwei frühe Aufsätze, in denen Shklar Arendt als metaphysisch argumentierende politische Romantikerin interpretiert. Die darin formulierten Arendt-Korrekturen haben darüber hinaus auch die Funktion, ihrem eigenen Projekt eines realistischen, postmetaphysischen Liberalismus Konturen zu verleihen.

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